Freitag, 25. Juli 2008

4. Atomunfall in 2 Wochen, Frankreich /24.07.08

Wieder Atom-Unfall in Frankreich
Ein weiterer Zwischenfall in einer französischen Atomanlage - der vierte binnen gut zwei Wochen - hat für Unruhe gesorgt: Im südfranzösischen Atomkraftwerk Tricastin, wurden hundert Mitarbeiter "leicht verstrahlt".

Nach der Öffnung eines Abzugsrohrs sei in einer Anlage des Reaktors radioaktiver Staub freigesetzt worden, sagte der Leiter des Atomkraftwerks, Alain Peckre, der Nachrichtenagentur AFP.

Laut der Betreiberfirma Eléctricité de France (EDF) wurden alle 97 Angestellten, die sich in dem Gebäude aufhielten, zum Betriebsarzt gebracht und untersucht. Weitere 32 Beschäftigte, die zuvor durch das Gebäude gegangen oder in der Nähe gewesen seien, seien auch untersucht worden.

Insgesamt hundert Menschen hätten "leichte" Verstrahlungen erlitten, sagte eine EDF-Sprecherin. Die Strahlenbelastung habe aber "weniger als ein Vierzigstel des Grenzwertes" ausgemacht. Das Unternehmen gehe der Ursache nach.

Die französische Atomaufsicht ASN stufte den Zwischenfall auf der Gefahrenskala von 0 bis 7 vorläufig bei 0 ein. Normalerweise würden derartige Vorfälle gar nicht veröffentlicht, erklärte ASN-Chef Jean-Christophe Niel.

Da sich aber zuletzt mehrere Zwischenfälle in französischen Atomanlagen ereignet hätten, halte die Behörde es für angebracht. In französischen Atomanlagen werden jedes Jahr hunderte Vorfälle der Stufe 0 gemeldet.

Tricastin hatte vor gut zwei Wochen über Frankreich hinaus für Schlagzeilen gesorgt, als aus einem Betrieb zur Reinigung radioaktiv verstrahlter Materialien sechs Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit in die Umwelt gelangten. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Behörden nicht.
Quelle: Bieler Tageblatt

Donnerstag, 24. Juli 2008

Campact.de: Den Ausstieg aus dem Ausstieg stoppen

Eigentlich soll der Atomausstieg endlich greifen: Vier Reaktoren stehen vor der Abschaltung. Doch die Atomlobby will längere Laufzeiten für ihre AKWs erwirken - und den Atomausstieg auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben. Jetzt müssen wir Bürger/innen die Abschaltung durchsetzen.

Sagen Sie Nein zum Ausstieg aus dem Ausstieg! Unterzeichnen Sie diese Erklärung! Die Erklärung und die Unterschriften veröffentlicht campact.de als Anzeigen in großen Tageszeitungen und bei medienwirksamen Aktionen.

Hier geht es weiter zu campact.de, zum Unterzeichnen.

Hier geht es zu den Argumenten, "Den Ausstieg aus dem Ausstieg stoppen!"

Machen Sie mit, informieren Sie ihre Freunde und Bekannte.
Ihre Teilnahme dauert nur einen Moment.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Wind überholt Atom /23.07.08

gelesen bei taz.de
Wie ist das wirklich mit der Renaissance der Atomkraft? In Deutschland liefern die Windanlagen inzwischen mehr Strom als die Akw. Ist das eine Ausnahme?
VON BERNWARD JANZING

In Deutschland leisten Windräder inzwischen mehr als die Atomkraftwerke: Ende Juni waren hierzulande Rotoren mit zusammen gut 23.000 Megawatt am Netz. Das teilten am Mittwoch der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Die 17 deutschen Atommeiler kommen zusammen auf knapp 21.500 Megawatt.

Im ersten Halbjahr 2008 wurden in Deutschland 415 Windkraftanlagen mit 800 Megawatt errichtet. Damit sind bundesweit knapp 19.900 Windkraftanlagen am Netz. Diese decken in einem mittleren Windjahr etwa 7 Prozent des hiesigen Strombedarfs. Der Anteil wird steigen, nachdem in diesem Sommer die ersten Offshore-Anlagen in der Nordsee errichtet werden.

Die meiste Windkraft hat derzeit Niedersachsen mit 5.800 Megawatt, gefolgt von Brandenburg mit 3.500 Megawatt. Den höchsten Anteil seines Strombedarfs deckt unterdessen Sachsen-Anhalt mit Wind: beachtliche 42 Prozent. Deutschland steht mit seiner Windleistung weiterhin an der Spitze weltweit. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die USA und Spanien, die Ende 2007 Windkraftanlagen mit 16.800 Megawatt und 15.150 Megawatt installiert hatten. Der Wind-Weltmeister erzielt auch im Export große Erfolge: Am weltweiten Umsatz der Branche von 22,1 Milliarden Euro hatten deutsche Hersteller und Zulieferer im vorigen Jahr einen Anteil von fast 28 Prozent. Die Exportquote der deutschen Firmen stieg von 74 Prozent 2006 auf über 83 Prozent 2007.

Auch für das laufende Jahr sind die Perspektiven der Branche prächtig: "Für 2008 werden allein in den USA 8.000 und in China 5.000 Megawatt an neu installierter Leistung erwartet", sagt Thorsten Herdan, Geschäftsführer beim VDMA. Nach Zahlen des BWE arbeiten derzeit gut 90.000 Menschen in der deutschen Windkraft-Branche.

Trotz einer vermeintlichen Atom-Renaissance hat die Windkraft die Atomkraft auch international längst deklassiert, wenn man den Zubau betrachtet. Seit Anfang 2006 wurden weltweit rund 45.000 Megawatt Windkraft neu installiert, wie aus Zahlen der European Wind Energy Association (EWEA) hervorgeht. Zugleich lag die Leistung der neu in Betrieb genommenen Atomkraftwerke laut internationaler Atomenergiebebehörde IAEA bei lediglich 3.347 Megawatt. Rechnet man gegen, dass seither acht Atomreaktoren mit zusammen 2.236 Megawatt abgeschaltet wurden, so stieg die AKW-Leistung weltweit binnen zweieinhalb Jahren nur um 1.100 Megawatt. Im Vergleich dazu wurde 40-mal so viel Windkraft installiert.
Quelle: taz.de

Montag, 21. Juli 2008

Frankreich spielt Atomvorfälle herunter /21.07.08

Ein Artikel aus Welt online, von Jochen Hehn
Frankreich spielt Atomvorfälle herunter
Durch radioaktive Abfälle droht Verseuchung - Doch das Umweltministerium gibt Entwarnung und die Franzosen lieben ihre Kernkraftwerke

Paris - Offiziell gibt es keinen Grund zur Sorge. Auch nach dem schweren Uranunfall im französischen Atomkraftwerk Tricastin Anfang dieses Monats gilt es als unbedenklich, seinen Urlaub im Wildwasserparadies der Ardèche in Südfrankreich zu verbringen: Zwar sind die beiden Flüsschen Gaffière und Auzon mit 30 000 Liter radioaktiv belasteter Flüssigkeit verseucht, eine Verstrahlung der in der Nähe liegenden Ardèche kann aber von Amts wegen mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Beunruhigend ist es jedoch, wie die Betreiber des Kraftwerks, die Behörden und der französische Staat mit dem Unfall - und nicht nur mit diesem - umgehen.

Auch bei dem erneuten Störfall am Freitag in der Atomanlage in Romans-sur-Isère im Südosten des Landes kam sogleich die Erklärung der französischen Atomaufsicht (ASN), eine Gefahr für die Umwelt und die Mitarbeiter bestehe nicht. Die Behörde stufe das Leck, aus dem knapp 800 Gramm flüssiges Uran ausgetreten waren, auf der ersten Stufe der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse ein. Die Skala umfasst die Stufen null bis sieben; null ist die niedrigste. Umweltminister Jean-Louis Borloo bemühte sich, die Bevölkerung zu beruhigen. Eine Überreaktion sei unangebracht. Schließlich gebe es jedes Jahr 115 "kleine Unregelmäßigkeiten" in der französischen Atomindustrie.

Ein Unbehagen bleibt. Die französische Tageszeitung "Le Monde" berichtete in einem Artikel über die Panne Anfang Juli in Tricastin, dass entgegen den ersten Versicherungen der Behörden in den Departements Drome und Vaucluse das Grundwasser auf einmal doch anormal hohe Strahlenwerte aufweise. Dies hätten neue Messungen ergeben. Doch stünden sie offenbar nicht in Verbindung mit dem Uranunfall. Ursache für die Verschmutzung könnten 770 Tonnen radioaktiver Abfall aus Militärbeständen sein, die zwischen 1969 und 1976 auf dem Reaktorgelände in der Erde verbuddelt worden sind. Erst am 4. Juli, drei Tage vor dem jüngsten Unfall, hatte die unabhängige Forschungs- und Informationskommission für Radioaktivität (Criirad) nach alarmierenden Messwerten auf die Gefahr einer drohenden Verseuchung hingewiesen. Doch anstatt den radioaktiven Müll fachgerecht zu entsorgen, wurde er mit neuer Erde zugeschüttet.

In den betroffenen Departements wurde dennoch Teilentwarnung gegeben. Die Entnahme von Grundwasser zur Bewässerung der Felder und Gärten oder zur Tierfütterung ist entlang den beiden Flüssen ab einer Entfernung von 100 Metern zu den Ufern wieder erlaubt. Angeln, Baden und andere Wassersportarten bleiben weiter untersagt. Umweltminister Borloo hat versichert, dass die Bevölkerung durch den Unfall "nicht unmittelbar" in Gefahr gewesen sei. Besteht etwa eine mittelbare Gefahr? Eine solche "Verharmlosung" erinnere an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 22 Jahren, meinte die Anti-Atomkraft-Gruppe Sortir du Nucléaire (Aus der Atomkraft aussteigen), als in Frankreich die staatlichen Behörden der Öffentlichkeit allen Ernstes mitteilten, die radioaktive Wolke, die über weite Teile Europas bis nach Spanien zog, sei am Rhein stehen geblieben. Erst im Jahr 2001 nach einer Klage 500 Krebskranker gegen die Regierung fand eine Untersuchung heraus, dass die Strahlenbelastung tausend Mal höher war als damals angegeben.

Einen ähnlichen Fall gab es in Polynesien im Südpazifik, wo nach zahlreichen oberirdischen und unterirdischen Atombombentests eine starke Zunahme von Schilddrüsenkrebs in der Region beobachtet wurde. Doch Warnungen wurden ignoriert. Noch im Jahr 2003 beteuerte der damalige Präsident Chirac, der in seinem ersten Amtsjahr trotz weltweiter Proteste die Atomtests wieder aufgenommen hatte, dass diese die Gesundheit "weder auf kurze noch auf lange Sicht" beeinträchtigen würden. Zumindest fahrlässig könnte man auch das Verhalten der staatlichen Atomaufsicht ASN bezeichnen, die unlängst nach der Veröffentlichung einer Studie über das erhöhte Krebsrisiko für Kinder in der Nähe von deutschen Atomkraftwerken erklärte, sie werde "darüber nachdenken", ob eine ähnliche Untersuchung in Frankreich "sinnvoll" sei. Ein Lob erntete ASN von der Umweltorganisation Greenpeace, als sie jetzt in Tricastin den Betrieb der defekten Entsorgungsanlage kurzentschlossen einstellte und die Betreiberfirma Socatri aufforderte, das Leitungsnetz so schnell wie möglich instand zu setzen. Dies zeige, dass die ASN gegenüber der Kernkraftlobby an Unabhängigkeit und Durchsetzungsvermögen gewonnen habe.

Ein grundlegender Wandel in der französischen Atompolitik ist aber wohl kaum zu erwarten. Eher scheint alles beim Alten zu bleiben, auch wenn Borloo jetzt in einem Interview versicherte, das Grundwasser in der Nähe aller Kernkraftwerke überprüfen zu lassen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo Regierungen bei der Entscheidungsfindung auf die Länder und starke Interessensverbände Rücksicht nehmen müssen, besteht in Frankreich in dieser Frage seit Langem ein breiter Konsens über alle Parteigrenzen hinweg. Wie Chirac setzt auch sein Nachfolger Nicolas Sarkozy hauptsächlich auf die Atomkraft. Frankreich steht mit 59 Kernkraftwerken, die 76,8 Prozent des Stroms erzeugen, in Europa klar an der Spitze.

Nukleare Störfälle und Pannen, 40 allein im letzten Jahr in Fessenheim (Elsass), dem ältesten aller Kernkraftwerke, scheinen die französische Bevölkerung nicht gegen die Atompolitik der Regierung aufzubringen. Offenbar teilen sie die Argumentation von Sarkozy, dass die Atomtechnik das Heilmittel zur Rettung vor der Klimakatastrophe sei, was der Präsident kürzlich auch auf dem G-8-Gipfel in Japan betonte. In ihrer tief verwurzelten Technikgläubigkeit neigen sie dazu, die Möglichkeit menschlicher Irrtümer nicht so ernst zu nehmen. Angesichts steigender Treibstoff- und Gaspreise schieben zudem immer mehr Franzosen den Gedanken an einen Atomausstieg weit von sich. Während in Deutschland seit Jahren Zehntausende gegen nukleare Endlager oder Castor-Atommülltransporte von der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben protestieren, vermögen sich in Frankreich vergleichsweise wenige Menschen darüber aufzuregen. Mehrfach gab es hingegen Protest von Gemeinden, die bei der Auswahl für den Standort eines Kernkraftwerks übergangen wurden. So geschehen im Jahr 2004, als für den Bau des neuen Druckwasserreaktors vom Typ EPR (European Pressurized Water Reactor) die Gemeinde Flammanville in der Normandie den Zuschlag erhielt. Der Bürgermeister der neuen Kernreaktorgemeinde krähte vor Freude, sein Amtskollege aus der Küstenstadt Dieppe war untröstlich darüber.
Quelle: Welt online

Sonntag, 20. Juli 2008

BI-Lüchow-Dan:"Das Mehrfachbarrierensystem bricht ein" /20.07.08

Ein Bericht aus dem Lüchow-Dannenberger General-Anzeiger vom 20.07.08
Björn Vogt


Wie die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) berichtet, steht die Endlagerkonzeption für Gorleben offensichtlich vor einer wesentlichen Änderung. Obwohl die Bauarbeiten auf der Endlagerbaustelle bis zu einem Ablauf des Moratoriums ruhen und die Entscheidung offen sei, ob alternativ zu Gorleben nicht auch andere Standorte und Gesteinsformationen als Salz auf eine Eignung hin untersucht werden, erprobe die Gorleben-Betreiberin, die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE), die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle im Salzgestein. Hochradioaktive Abfälle - Brennelemente und verglaster Müll - sollen laut BI nun als Kokillen ohne weitere Abschirmung in Bohrlöchern versenkt werden. Damit entfiele eine der vier Barrieren, die ein Austreten von Radioaktivität in die Biosphäre verhindern sollen. Auf entsprechende Versuche verwies der Diplomphysiker Wolfgang Neumann (Gruppe Ökologie Hannover) auf einer Veranstaltung von Bürgerinitiativen aus dem Raum Asse, Salzgitter und dem Wendland, die sich am Wochenende zu einem zweitägigen Fachkonferenz in Lüchow trafen.

Die DBE erprobe in ihrer Versuchsanlage in Landsbergen/ Weser, einem alten Kohlekraftwerk, das Hantieren mit den sogenannten BSK-3-Kokillen. Bisher sollten die Castorbehälter nach einer längeren Lagerzeit - die Castoren sind lediglich Transport- und Lagerbehälter - in der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) Gorleben entladen und in Pollux-Behälter - die Endlagerbehälter - umgepackt werden.

Die dickwandigen Pollux-Behälter galten als erste Barriere in einem Mehrfachbarrierenkonzept bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle. Nun würden lediglich Abschirmungen beim Hantieren mit den BSK-3-Kokillen verwandt, um die Strahlenbelastung des Personals zu minimieren, erfuhren die Seminarteilnehmer. Auf ein Zerschneiden der Brennstäbe würde verzichtet, diese würden in voller Länge im Salzgestein eingelagert - am Ende behälterlos.

Die Barriere Deckgebirge hat bei der Endlagersuche eine wichtige Funktion.
Der Hannoveraner Geologe Dr. Detlef Appel unterstrich, dass das Deckgebirge über dem Salzstock Gorleben keinen zuverlässigen Rückhalt gäbe, wenn radioaktiv belastete Lauge über Wasserwegsamkeiten aus dem geplanten Endlager in die Biosphäre ausgepresst würden. Das mögliche Zusammenspiel von wasserführenden Zonen, insbesondere dem Hauptanhydrit, in genau den Tiefen, in denen hochradioaktiver Müll im Salz versenkt werden soll, mit wasserleitenden Schichten im „desolaten Deckgebirge", sei ein großes Manko des Salzstocks. „Aus meiner geowissenschaftlichen Sicht ist Gorleben nicht eignungshöffig", warnte der Referent.

Dazu käme, dass es noch keine vergleichende Untersuchung verschiedener Standorte gegeben habe, das Auswählverfahren Gorleben sei nicht nachvollziehbar. Dr. Appel: „Es gibt keine Verfahrensgerechtigkeit".

Die Havarie der Atommüllendlager Asse II und in Morsleben - dort bricht Wasser ein - und das Aufweichen der Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung radioaktiver Abfälle bestimmten die Debatte unter den 60 Seminarteilnehmerinnen. „Der Verzicht auf zwei von vier Sicherheitsbarrieren ist, wenn Lehren aus Asse II und Morsleben gezogen werden, ein Vabanquespiel", resümiert die Bürgerinitiative.

„In die Asse bricht Lauge , in Gorleben brechen die Sicherheitsbarrieren ein." Die Debatte um Sicherheitskriterien bei der Endlagersuche werde man auf dem Symposium Ende Oktober, zu dem der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel verschiedene Akteure einlädt, argumentativ und demonstrativ führen. „Wir wollen dafür sorgen, dass Gorleben mit Ablauf des Moratoriums endgültig aufgegeben wird", so ein Bl-Sprecher: „Die Aufklärung über die ungelöste Atommüllentsorgung und über die Mär vom billigen und angeblich sauberen Atomstrom wird in eine bundesweite Demonstration zum Atomausstieg Anfang November in Gorleben münden: dann erwarten die Atomkraftgegner im Wendland, gewappnet mit Argumenten und Aktionsideen, den nächsten Castortransport aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague."