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Sonntag, 13. November 2011

Fotos aus Fukushima /12.11.11

So sieht es in Japans Horror-AKW aus
Erstmals nach der Atom-Katastrophe in Japan durften Journalisten das havarierte Kraftwerk betreten. Ihnen bat sich ein Bild der Verwüstung. Laut Regierung soll es 30 Jahre dauern, um die Atomanlage stillzulegen.

Die Katastrophe in Japans Atomkraftwerk Fukushima hat zeigt, welche Gefahr entsteht, wenn ein Atomkraftwerk außer Kontrolle gerät. Nun durften sich erstmals Medienvertreter ein Bild von der Lage machen. Gemeinsam mit dem japanischen Umweltminister Goshi Hosono machten sie eine Führung durch die Anlage. Die Reporter mussten Schutzkleidung tragen und wurden im Anschluss an die Tour auf radioaktive Strahlung hin untersucht.

Gelände noch immer verwüstet
Die Journalisten durften unter anderem einige der beschädigten Reaktorblöcke von außen betrachten. Mit der Führung sollte gezeigt werden, wie sehr sich die Lage in Fukushima seit der Naturkatastrophe am 11. März verbessert hat. Den Teilnehmern bot sich nach wie vor ein Bild der Verwüstung - sie sahen Trümmerhaufen, Gebäudeteile, umgekippte Fahrzeuge und große Wasserpfützen.

Nach Angaben der japanischen Regierung und der AKW-Betreiberfirma Tepco ist die Gefahr des Austritts radioaktiver Strahlung inzwischen weit weniger groß als in den ersten Tagen der Atomkrise. Die Regierung hat aber erklärt, dass es mindestens weitere 30 Jahre in Anspruch nehmen werde, um Kernbrennstoff sicher zu beseitigen und die Atomanlage stillzulegen. Zudem könnte es Jahrzehnte dauern, bis zehntausende frühere Bewohner in die Gegend um die Anlage zurückkehren könnten.
zu den 12 Fotos
Quelle: heute.at

Samstag, 12. November 2011

"Unruhetag" im Wendland - Trecker blockieren Verkehr /12.11.11

Fotos: www.publixviewing.de



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PubliXviewinG
Andreas Conradt
Tel.: +49 (0)172 / 45 90 240


Ein Video bei wendland-net
Mit verschiedenen Aktionen haben Atomkraftgegner im Wendland gegen den bevorstehenden Castor-Transport protestiert. Im gesamten Landkreis Lüchow-Dannenberg gab es am Samstag nach Angaben der Polizei mehr als ein Dutzend größtenteils kurzfristige Blockade-Aktionen.

Im Großen und Ganzen sei alles ganz friedlich verlaufen, sagte Polizeisprecher Kai Richter. Allerdings hätten auch einige Traktoren kurzzeitig sichergestellt werden müssen, weil sie trotz mehrfacher Aufforderung die Bundesstraße nicht geräumt hätten. Insgesamt zählte die Polizei gut 350 Demonstranten.

In Lübbow hatte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) unter dem Motto „Unruhetag“ zu einer ganztägigen Veranstaltung eingeladen. Dort wurde bei Kaffee und Kuchen oder heißer Suppe über die Ankündigung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) diskutiert, die Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Müll auszuweiten. Niemand glaube hier, dass es eine ehrliche Wende gebe, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. „Solange es keinen Baustopp in Gorleben und keine Absage des Castors gibt, werde der Protest im November ein nächstes Ausrufezeichen setzen, endlich Gorleben zu streichen und die Atommülldebatte wirklich bei Null zu beginnen.“

Mit den Aktionen am „Unruhetag“ zeigte sich Ehmke zufrieden. Der Verkehr sei an verschiedenen Stellen stundenlang blockiert worden. Zugleich kritisierte er, dass Beamte sich die Nummernschilder notiert und Fahrzeuge stillgelegt hätten. „Wir haben klar vor Augen, dass es ernst wird in zwei Wochen“, sagte Ehmke.

Die Polizei wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei Blockade-Aktionen auch landwirtschaftliche Fahrzeuge nach dem niedersächsischen Gefahrenabwehrgesetz längerfristig sichergestellt werden könnten. Außerdem seien einzelne Strafverfahren wegen Nötigung, Beleidigung und Hausfriedensbruch eingeleitet worden, sagte Richter. Rund 20 Aktivisten hatten die Einfahrt zur Polizeiunterkunft blockiert.

Am 24. November soll ein Transport von elf Castorbehältern aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben starten. Zwei Tage später ist im Wendland eine Großdemonstration geplant. dpa
Quelle: newsklick.de

Samstag, 29. Oktober 2011

Atomkraftgegner protestieren bundesweit /29.10.11

ZDF-"heute", 2.03min

Angaben von Bürgerinitiativen zufolge haben bundesweit mehrere tausend Atomkraftgegner gegen den für Ende November erwarteten Castor-Transport nach Gorleben protestiert. In einigen Orten stellten sich Demonstranten in Form von riesigen Buchstaben auf, die den Schriftzug „Gorleben soll leben“ ergaben.

Mehrere tausend Atomkraftgegner haben am Samstag nach Angaben von Bürgerinitiativen bundesweit gegen den für Ende November erwarteten Castor-Transport nach Gorleben protestiert. In 57 Orten bundesweit habe es Demonstrationen, Mahnwachen, Straßentheater und Aktionen in Zügen gegeben, sagte Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation „Ausgestrahlt“.

Die Proteste richteten sich auch gegen die insgesamt „verfehlte Atommüllpolitik“ der Bundesregierung, sagte Stay weiter. Die Umweltorganisation Robin Wood erklärte, es sei „sinnlos und gefährlich, Atommüll quer durch Europa zu karren“. Damit solle nur vertuscht werden, dass es kein sicheres Endlager gebe.

Im Wendland beteiligten sich nach Angaben örtlicher Initiativen rund 100 Menschen an einem demonstrativen Spaziergang entlang der Bahnstrecke, auf der die elf Castor-Behälter nach Dannenberg gebracht werden sollen. Die meisten Aktivisten waren zuvor gemeinsam mit einem Zug zum Bahnhof Leitstade gefahren.

Kundgebungen auch in Göttingen, Celle, Lüneburg
In der Hildesheimer Fußgängerzone simulierten Atomkraftgegner einen Atommülltransport mit Castor-Attrappen. In Stadthagen rollten Umweltschützer Fässer durch die Innenstadt. An den Bahnhöfen von Göttingen, Uelzen, Celle und Lüneburg versammelten sich Atomkraftgegner zu Kundgebungen.

In einigen Orten stellten sich Demonstranten in Form von riesigen Buchstaben auf, die den Schriftzug „Gorleben soll leben“ ergaben. Im bayerischen Grafenrheinfeld forderten nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mehr als 1.000 Demonstranten die Abschaltung des örtlichen Atomkraftwerks.

EKD-Ratsvorsitzender für Suche nach Alternativstandorten
Sprecher von Bürgerinitiativen bezeichneten die Aktionen als „Warmlaufen für die Proteste in einem Monat“. Ein Bündnis von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen und Anti-Atom-Organisationen plant für den 26. November in Dannenberg eine große Demonstration gegen die Atommülllieferung. In den folgenden Tagen sind Straßen- und Schienenblockaden angekündigt.

Die Atomkraftgegner rechnen damit, dass der Castortransport am 24. November in Frankreich starten wird. Nach widersprüchlichen Messungen über eine möglicherweise erhöhte Radioaktivität am Gorlebener Zwischenlager steht eine endgültige Genehmigung des Transportes durch das niedersächsische Umweltministerium aber noch aus.

Am Samstag besuchten zudem der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der Hannoveraner Landesbischof Ralf Meister den Salzstock in Gorleben. „Der Weg zur Standortsuche muss neu beschritten werden – mit einem Konzept im Interesse der Menschen und im Interesse der Sicherheit künftiger Generationen“, sagte Schneider. Dafür wolle er bei der Politik werben. 2008 hatte sich die EKD-Synode bereits für die Suche nach Alternativstandorten ausgesprochen.
Quelle: Focus online


PubliXviewinG
Castorstrecken-Aktionstag - 29. Oktober 2011. In 57 Städten im ganzen Bundesgebiet protestierten Atomkraftgegner am Castorstrecken-Aktionstag gegen den für Ende November 2011 geplanten Castor-Transport nach Gorleben. Es gab Aktionen in Zügen und vor Bahnhöfen, Demonstrationen, Mahnwachen und Happenings. Wie hier in Leitstade im Wendland, beteiligten sich insgesamt rund 6000 Menschen bundesweit an den Aktionen, die von örtlichen Initiativen veranstaltet wurden.

Fotos: PubliXviewinG

Link zur Bilderschau:

Sonntag, 12. Juni 2011

Fotos: Rückenwind für Gorleben-Gegner /12.06.11

Gorleben versalzen - 12. Juni 2011
Unter dem Motto "Gorleben Versalzen" haben Atomkraftgegner aus dem Wendland am Pfingstsonntag mehrfach die Salzhalde des so genannten Erkundungsbergwerks in Gorleben gestürmt. In der Nacht brachten sie auf dem aufgeschichteten Salz die Aufschrift "Das Salz zurück in die Erde" an. Der Schriftzug in weißer Farbe maß 70 mal 8 Meter. Bei Tag wurde das Werk von rund 800 Protestierern bejubelt.
Fotos: www.PubliXviewinG.de

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Rückenwind für Gorleben-Gegner

12. 06. 2011

Die Gorleben-Gegner/innen verspüren Rückenwind: mehr als 800 Menschen folgten am Pfingstsonntag dem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) zu einer Demonstration. Kurz zuvor hatten laut ZDF-Politbarometer 71% der Befragten für einen Neustart in der Endlagersuche votiert.
“Die Debatte um den Atomausstieg wurde nach dem Super-GAU in Fukushima heftig geführt, ausgeblendet wurde jedoch das Atommülldilemma”, kritisiert die BI. Unter der Parole “Gorleben versalzen” will eine regionales Bündnis in Norddeutschland unterstreichen, dass eine vergleichende Untersuchung verschiedener möglicher Wirtsgesteine mit dem Joker “Gorleben” nicht länger akzeptiert wird. “Bisher raschelte es nur im Blätterwald, als nach dem Grünen Ministerpräsidenten Baden- Württembergs, Winfried Kretschmann, auch der CSU-Chef Horst Seehofer seine Blockadehaltung zu einer Endlagersuche in Bayern aufgab. Aber passiert ist nichts, außer dass in Gorleben im Drei-Schicht-Betrieb weiter gebaut wird”, kritisiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.”Gorleben ist kein regionales Problem. Neben Morsleben und der Asse II steht Gorleben für das Scheitern der deutschen Entsorgungspolitik”, unterstrich die BI-Vorsitzende Kerstin Rudek.
Die bunte Demo-Karawane zog demonstrativ mit Schubkarren an der polizeilich gut gesicherten Baustelle des sogenannten “Erkundungsbergwerks” vorbei und umrundete die aufgefahrene Salzhalde. Dort hatten Aktivisten den Zaun überwunden und mit Lettern auf dem Salzberg die Forderung markiert, “das Salz gehört in die Erde”. Den Zaun hatten die einige Aktivisten aufgedröselt, die Polizei nahm 27 Atomkraftgegner, die mit Anti-Atom-Fahnen und zum Teil auch mit Schubkarren auf den Salzberg gelangten, fest, eine Frau verletzte sich bei der Aktion am scharfen Gestein.
Bis Donnerstag sollen mit Mahnwache und demonstrativen Spaziergängen die Aktionen fortgesetzt werden.
Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06 we
Quelle: http://www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/pressemitteilungen/ruckenwind-fur-gorleben-gegner

Gestern Nacht 1. Aktion zu "Gorleben versalzen" . /12.06.11

Um Mitternacht trafen sich gestern Nacht 24 Leute im Gorlebener Wald, nahe der Salzhalde. Sie hatten mehrere riesige Schablonen dabei, auf denen stand:
“Das Salz zurück in die Erde“. Ein Buchstabe hatte dabei etwa die Größe einer Person. Der Schriftzug war gerade auf den Salzberg gemalt, da rückte die Polizei mit Fahrzeugen an und leuchteten zunächst den Wald aus. Der etwa 35 Meter lange Schriftzug wurde entdeckt und die Aktivisten vorübergehend festgenommen. Nach Feststellung der Personalien konnten die Salzbergbemaler gehen. Eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und „Sachbeschädigung“ wurde angekündigt. Die Aktivisten möchten mit ihrer Aktion genau das deutlich machen, was auf dem Schriftzug zu lesen ist: „- Das Salz zurück in die Erde-. Gorleben ist als Endlager aus mehreren Gründen ungeeignet. Es muß eine alternative Standortsuche erfolgen. Sofort“.
Fotos folgen.

Die Aktionswoche „Gorleben versalzen“ geht noch bis zum 17. Juni. Es gibt ein Camp in Gedelitz, nahe Gorleben. Weitere Infos unter: http://www.gorleben-versalzen.de/








4 Fotos : www.publixviewing.de

Sonntag, 13. März 2011

Video: Besetzung des Salzstock Gorleben Geländes /13.3.11

Protest aus Anlasse der Fukushima-Katastrophe - 13. März 2011
Fotos: www.PubliXviewinG.de


Der atomare GAU in Japan zog am Sonntag rund 500 Atomkraftgegner zum allsonntäglichen Spaziergang rund um das Erkundungsbergwerk. Doch dieses Mal blieb es nicht beim Spaziergang: rund 20 Traktoren und hunderte Demonstranten öffneten die Tore und ließen sich im Schachgelände für einige Zeit nieder.
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Ein Video von Graswurzel-tv bei YouTube

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 3.41min
Schnitt: Kina Meyer
Kamera: Kina Meyer

Sonntag, 28. November 2010

Rückschau des Castortranspotes nach Gorleben / 12.11.10

Nach 92 Stunden hat der Castor-Transport sein Ziel im niedersächsischen Gorleben erreicht. Der Transport des Atommülls dauerte 13 Stunden länger als geplant.
Kein Castor-Zug ist jemals so lange unterwegs gewesen wie der Transport 2010. Nach etwa 92 Stunden ging am Dienstag gegen 9.50 Uhr der Atommüll-Transport von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins niedersächsische Gorleben zu Ende. Damit hat der Transport hochradioaktiven Atommülls 13 Stunden länger gedauert als der bisherige aus dem Jahr 2008.

Wir haben unter folgendem Link einige Fotos, Videos und Onlineberichte über den Castortransport für euch zusammengefasst. (klick)

Montag, 11. Oktober 2010

50.000 Menschen haben in München die Kette geschlossen /09.10.10

50.000 Menschen haben in München die Kette geschlossen. Die Münchener Menschenkette am heutigen Samstag übertrifft bei weitem die Erwartungen der Veranstalter. KettenreAktion Bayern zählt um 14:00 Uhr 25.000 Teilnehmer. Die Zahl ist im Verlauf des Tages auf 50.000 steigen. Damit ist die heutige Menschenkette die größte Anti-Atom-Demonstration in Bayern seit Wackersdorf. Auf zehn Kilometern Länge standen die Menschen Schulter an Schulter und oft in mehreren Reihen!

Am heutigen Samstag ist bewiesen, welches Gewicht die Bürgerinnen und Bürger Bayerns, der Frage nach dem sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft bei messen. Die schwarz-gelbe Regierung im Bund und in Bayern ist auf Kollisionskurs mit der Mehrheit der Bevölkerung. Die Bürgerinnen und Bürger Bayerns werden eine Laufzeitverlängerung nicht kampflos hinnehmen.

Isar 1 muss in 234 Tagen still gelegt werden, wie es nach aktueller Gesetzeslage noch vorgesehen ist. Die schwarz-gelbe Landesregierung kann sich, nach diesem Samstag auf, auf harten Widerstand in Bayern gefasst
machen.


Hier sind die Bilder zu finden:

Sonntag, 19. September 2010

Großdemo in Berlin am 18.09.2010 Atomkraft: Schluss jetzt

Sitzblockade mit Atom-Alarm. Fünf große Traktoren quetschen sich durch die enge Dorotheenstraße. Die Trecker haben Dannenberger Kennzeichen und sind am Morgen aus dem niedersächsischem Wendland nach Berlin gekommen. Direkt hinter den Wendlandtreckern beginnt der Demonstrationszug. Davor stapft Uwe Hiksch.

Fünf große Traktoren quetschen sich durch die enge Dorotheenstraße. Die Trecker haben Dannenberger Kennzeichen und sind am Morgen aus dem niedersächsischem Wendland nach Berlin gekommen. Direkt hinter den Wendlandtreckern beginnt der Demonstrationszug. Davor stapft Uwe Hiksch.

Der Endvierziger von den Naturfreunden Deutschland diskutiert mit dem Einsatzleiter über einem Google-Maps-Ausdruck, wo die ganzen Demonstranten hin sollen, die hinter den beiden auf die Strecke drängen.

'Wir haben der Polizei ja gesagt, dass wir mehr werden, als erwartet. Die haben uns aber nicht geglaubt', sagt Hicksch. Demonstranten, die mit einem der drei Sonderzüge aus Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Würtemberg angereist sind, nennen die Waggons 'überfüllte Sardinendosen'. Mehr als 200 Reisebusse aus dem gesamten Bundesgebiet seien gemeldet worden, sagt Jochen Stay von der Organisation 'ausgestrahlt'.

Etwa 30.000 Demonstranten hatten die Veranstalter angemeldet, mit 50.000 vorab gerechnet. Während die Traktoren bereits zwischen Bundestag und Kanzleramt an der abgesperrten Reichstagswiese vorbeituckern, steht das Ende des Zuges noch vor dem Hauptbahnhof, dem Anfang des gut drei Kilometer langen Rundkurses. Am Ende werden die Veranstalter von 100.000 Demonstrationsteilnehmern sprechen, die Polizei immerhin von 40.000 bis 50.000.

Für Hiksch, der seit den 70er Jahren in der Anti-Kernkraft-Bewegung aktiv arbeitet, ist die Demonstration ein großer Erfolg. 'Es ist eine schöne, große, bunte und lustige Demonstration. Es sind unterschiedlichste gesellschaftliche Gruppen da, so wie wir uns das vorgestellt haben', freut sich der gebürtige Bayer zwischen zwei Gesprächen mit dem ebenfalls bayerischen Einsatzleiter der Bundespolizei. Sogar die Zusage, den Lautsprecherwagen der Polizei nutzen zu können, ringt er dem Polizisten ab. 'Für die gerechte Sache setze ich auch Polizeiwagen ein', sagt er mit Augenzwinkern, bevor er über das Polizeimikrofon die Einkreisung des Kanzleramtes dirigiert.

Hiksch meint, an der Anti-Atom-Bewegung komme niemand in Deutschland politisch vorbei. Neben den Wendländischen Bauern und 68ern sind vor allem junge Menschen an diesem Spätsommersamstag auf der Straße. Die Oppositionsparteien und Gewerkschaften marschieren mit, und am Ende des Zuges haben sich drei Trucks von Berliner Elektro-Clubs angeschlossen. 'Atomstrom wegbassen', haben sie auf Aufkleber und Transparente geschrieben.

Auf die Stille folgt der Alarm

Nach einer Stunde Aufmarsch, Diskussion und Lautsprecheransagen ist es soweit. Die Menschen stehen rund um das Regierungsviertel aufgereiht. Sogar 600 'Umzingler' um das Kanzleramt wurden zugelassen. Dann beginnt eine symbolische Sitzblockade auf nassem Asphalt. Für einige Momente ist es still auf der Brücke über die Spree, direkt neben dem Bundestag, und dem Rest der Strecke. Demonstranten sitzen auf dem Boden, halten sich zum Teil an den Händen. Das Regierungsviertel ist umzingelt. Hiksch schaut zufrieden. Genauso hatte er sich das vorgestellt.

Dann beginnt der 'Atom-Alarm': Eine Minute lang schreien, trillern, pfeifen und tröten die Demonstranten aus vollen Kehlen. Ein ohrenbetäubener Lärm auch von Trommeln und Vuvuzelas tönt über das Regierungsviertel. 'Eine super Aktion', kommentiert Hiksch, 'gute Stimmung und gleichzeitig entschlossen gegen Atomenergie'. Ob allerdings der breite Protest des Tages und die kommenden Demonstrationen in München, Stuttgart und gegen den Castor-Transport nach Gorleben noch etwas ändern werden, bleibt mehr als fraglich.


Dieses Video ist bei YouTube online gestellt worden.

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 5.05min
Schnitt: Jonathan Happ, Kamera: Jonathan Happ


Dieses Video ist bei YouTube online gestellt worden.
Bericht: Matthias Deiß, RBB [tagesthemen, 22:35 Uhr 18.09.2010] 2min

Weitere Links mit Berichten und zahlreichen Fotos:

Samstag, 18. September 2010

Parlamentarischer Untersuchungsausschuss in Gorleben und Dannenberg /16.09.10

Fotos von PubliXviewinG: PUA Gorleben im Wendland

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Parlamentarischer Untersuchungsausschuss Gorleben

Lüchow (Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.) 14.09.2010: Der Deutsche Bundestag hat auf Antrag der Abgeordneten der SPD, der Linken und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen am 26. März 2010 einen Untersuchungsausschuss zu Gorleben eingesetzt. Das Gremium unter Vorsitz der Abgeordneten Dr. Maria Flachsbarth (CDU/CSU) soll die Umstände klären, unter denen die Regierung von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl im Jahr 1983 entschieden hatte, sich ausschließlich auf die untertägige Erkundung des Salzstock im niedersächsischen Gorleben zu beschränken, obwohl die federführende Behörde, die Physikalisch-Technische

Bundesanstalt, aus den Ergebnissen der obertägigen Erkundung die Schlussfolgerung gezogen hatte, dringend alternative Standorte zu untersuchen.

Am Donnerstag (16.09.10) kommen die 15 Mitglieder aller Fraktionen zu einem Ortstermin ins Wendland, um sich ein Bild vom Untersuchungsgegenstand zu machen. Dazu gehört eine Besichtigung des sogenannten Erkundungsbergwerks. Anschließend wollen die Parlamentarier Gespräche mit Kommunalpolitikern führen.

Auf Einladung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg stellen sich die Obleute aller Fraktionen auf einer öffentlichen Veranstaltung den Fragen des Publikums. Zugesagt haben Dr. Maria Flachsbarth als Ausschussvorsitzende, Angelika Brunkhorst (FDP), Reinhard Grindel (CDU), Dorothée Menzner (Linke), Sylvia Kotting-Uhl (Grüne) und Ute Voigt (SPD). Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Dannenberger "Schützenhaus".
Quelle: greenpeace magazin

Sonntag, 27. Juni 2010

Fotos: Campact Ballonaktion am AKW Krümmel /26.6.10

Fotos von PubliXviewinG: Campact Ballon-Aktion am AKW Krümmel, 26. Juni
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Rund 300 Menschen zogen am 26.6.10 mit den Schläuchen und ausgestattet mit Folienschneidern, Plakaten und Schildern vor das Kraftwerk. Vorneweg gingen Menschen in Skelettkostümen und überbrachten "Schöne Grüße vom tödlichen Nachbarn". Dort, direkt vor der westlichen Ecke des Reaktors, war bereits ein 25 breiter Kreis auf der Straße aufgezeichnet: der Umfang des Radioaktivitätszeichens. Lage für Lage, von außen beginnend, wurden die Schläuche in dem Kreis verteilt - immer abwechselnd schwarz, gelb, schwarz, gelb usw. Von oben, von einer der Hebebühnen, wirkte das Ganze lange nicht wie ein Radioaktivitätszeichen - doch langsam, Stück für Stück, füllte sich auch das letzte Segment, zogen noch zwei drei ganz kurze, mit schwarzen Ballons gefüllte Schläuche als Kern in die Mitte, rückten die einzelnen Schläuche enger zusammen. Und plötzlich sah man es ganz deutlich: ein riesiges, 25 Meter breites Radioaktivitätszeichen mitten auf der Straße direkt vor dem AKW.
Zum Hintergrund der Aktion: http://www.campact.de

Mittwoch, 26. Mai 2010

Vor 30 Jahren "Republik Freies Wendland" Fotos von Günter Zint /25.5.10

30 Jahre Republik Freies Wendland
Vor 30 Jahren entstand auf dem Gelände der Tiefbohrstelle 1004 in Gorleben ein Protest-Hüttendorf, die "Republik Freies Wendland". Dort lebten hunderte AtomkraftgegnerInnen 33 Tage ihre Vision einer anderen Welt. Dann wurde das Hüttendorf mit dem bislang größten Polizei-Einsatz der damaligen Bundesrepublik geräumt. Anläßlich des 30. Jahrestages ruft die BI Lüchow-Dannenberg zu Protesttagen vom 4.-6.2010 rund um die Atomanlagen auf.

Günter Zint, der Umbruch die Fotos für diesen Rückblick zur Verfügung stellte, lernte dort seinen Kollegen Hinrich Schultze kennen. Sie gründeten "panfoto" und begleiteten über viele Jahre die Anti-Akw-Bewegung mit ihren Bildern. Auch für manche Berliner war das Dorf 1004 ein Schlüsselerlebnis. Anfang der 80er Jahre gab es in Berlin noch etliche organisierte Anti-Atomkraft-Gruppen, die "Schöneberger", "Kreuzberger" oder "die Neuköllner", die sich regelmäßig im Ökodorf in der Kurfürstenstraße 14 trafen. Auf 1004 war ihr Treffpunkt...

44 Fotos von Günter Zint
Weiter bei http://www.umbruch-bildarchiv.de

Donnerstag, 22. April 2010

Fotos: Anti - Atom - Treck in Gorleben gestartet /21.4.10

PubliXviewinG: Anti - Atom - Treck in Gorleben gestartet
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Am heutigen Mittwochmittag ist der Anti-Atom-Treck 2010 an den Gorlebener Atomanlagen verabschiedet worden: 24 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl fahren Atomkraftgegner aus ganz Norddeutschland aus Protest gegen ein mögliches Endlager im Wendland und den Weiterbetrieb der Atomanlagen zum Atomkraftwerk Krümmel (20 Gespanne aus Trecker, LKW, Anhängern und etlichen Radfahrern). Der Treck endet am 24.April vor den Toren des Pannen-Reaktors, dort findet eine große Kundgebung statt.

Die “Rote Karte” für schwarz-gelbe Atomkraftfans und Konzernvertreter fordert Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg: “Schluss mit der Atomkraft, freie Fahrt für die Regenerativen und Schluss mit Gorleben! In der Auseinandersetzung um die Atomkraft werden die außerparlamentarischen Initiativen tonangebend bleiben, die Wende in der Energiepolitik kommt aus dem Wendland.”

Kerstin Rudek, BI-Vorsitzende ergänzt: “Die Bevölkerung verlässt sich nicht darauf, dass in der Regierung schon die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Augenscheinlich werden politisch bequeme und billige Lösungen bevorzugt, auch in der Frage der Atommülllagerung. Wir kämpfen für eine lebenswerte Zukunft. Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!”

“Atomkraft ist keine Brücke sondern ein riskanter Drahtseilakt, bei dem das Risiko die Bevölkerung trägt und die Atomkonzerne den Profit einstreichen. Der wachsende Widerstand zeigt, dass diese lobbygesteuerte Atompolitik von Umweltminister Röttgen von den Menschen nicht akzeptiert wird. Die Proteste der kommenden Tage werden mit Sicherheit erst der Anfang sein,” sagte Tobias Riedl, Atomexperte bei Greenpeace. Die Bundesregierung will den bestehenden Atomausstieg aufkündigen und die Laufzeiten der Reaktoren bis zu 60 Jahre ausdehnen.

“Wer aus Tschernobyl gelernt hat, der verhindert die geplante Laufzeitverlängerung für alte AKW. Wir fordern 24 Jahre nach dem Super-GAU mit unserem Protest-Treck die Stilllegung aller Atomkraftwerke”, so Jan Becker von der Anti-Atom-Organisation contratom.

Auf der Treck-Route, die über Dannenberg, Uelzen, Lüneburg und die Elbmarsch wurden Kundgebungen, Konzerte und Camps organisiert. “Es werden Familien, Bauern, Künstler teilnehmen und mit uns gemeinsam ein Zeichen gegen Atomkraft setzen.” Am 24.4. beginnt am AKW Krümmel die “KettenReAktion”, 120km Protest über Hamburg, Brokdorf bis nach Brunsbüttel.

http://www.kruemmel-treck.de

Wolfgang Ehmke, BI Lüchow-Dannenberg, Tel. 0170 - 510 56 06
Kerstin Rudek, BI Lüchow-Dannenberg, Tel. 0160 - 159 24 73
Tobias Riedl, Greenpeace, Tel. 0171 - 88 91 096
Jan Becker, contratom, Tel. 0160 - 80 29 185

Text: http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Sonntag, 21. März 2010

Fotos: Hüttenbau der wendländischen Bauern in Gorleben /21.3.10


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kontur.de hat unter folgendem Link einen Fotobericht online gestellt. hier










PubliXviewinG: Hüttenbau der wendländischen Bauern in Gorleben

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Mit rund 50 Traktoren begannen mindestens ebenso viele Landwirte der bäuerlichen Notgemeinschaft am Sonntag Vormittag mit dem Bau von "Schutzhütten" im Wald neben dem Erkundungsbergwerk in Gorleben. Pfefferspray-Einsatz und eine vorläufige Festnahme waren die ersten Reaktionen der Polizei.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Mit Helau und Alaaf gegen Gorleben als europäisches Endlager /21.2.10

PubliXviewinG: Karneval in Gorleben

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pxv – Gorleben Der neue Shooting-Star auf dem europäischen Parkett, Günther Oettinger hat seinen karnevalistischen Einstand gegeben: Als EU- Energiekommissar preist er Gorleben als europäisches Endlager. „Das war der Kick für unsere Faschingsparty am „Erkundungs“-Bergwerk Gorleben", kommentierte dies die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg (BI). Am heutigen Sonntag wurden die bösen Atomgespenster in Gorleben mit Büttenreden, Konfettimaschine und Themenwagen vertrieben. Aktivisten mit Masken der beiden Koalitionsführer Angela Merkel und Guido Westerwelle repräsentierten die beiden Spitzenpolitiker.

Die Polizeidirektion Lüchow hatte in den Tagen vor der Aktion in Gorleben darauf hingewiesen, dass es sich um keine Vermummungsparty handeln dürfe, tolerierte aber schließlich die hier und da aufgesetzten Masken.
Prämiert wurde schließlich das augenfälligste Kostüm. Die Gewinner der drei ersten Plätze werde am 24. April auf dem Trecker zur Ausstiegsdemo nach Krümmel mitfahren können. Als Trostpreis gab es je ein Jahresabonnement der Gorleben Rundschau, eine von der BI monatlich erscheinende Informationsschrift.

Text: Andreas Conradt

Sonntag, 24. Januar 2010

Gorleben: Schlittenfahren mit der Atommafia /24.01.10

PubliXviewinG: Schlittenfahren mit der Atommafia

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pxv – Gorleben Ob es regnet oder schneit, die Anti-Atom-Sonne lacht auf jeden Fall: Am Sonntag um 13 Uhr hieß es am Endlagerprojekt Gorleben: “Schlittenfahren mit der Atommafia!” Die Regierungskoalition hatte am Donnerstag in Berlin mit Vertretern der Energiewirtschaft über die Verlängerung der AKW-Laufzeiten und die Wiederaufnahme des untertägigen Ausbaus im Salzstock Gorleben Sondierungsgespräche geführt. Die Atomkraftgegner im Wendland reagierten prompt: Sie starteten durch zu einer neuen Aktionsreihe für den sofortigen Atomausstieg und gegen ein Endlager in Gorleben.

“Steuergeschenke an Hoteliers, Extraprofite für die Atomkraftbetreiber – aber die Extrakosten des Asse- und Morsleben-Dilemmas werden auf die Steuerzahler abgewälzt, die Klientelpolitik setzt sich auch in der Energiepolitik unter Schwarz-Gelb fort,” kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Seit dem Regierungswechsel in Berlin demonstrierten die Gorleben-Gegner jeden Sonntag mit einem “Endlagerspaziergang” gegen die Berliner Ignoranz, trotz der Enthüllungen um die Schönung von Gutachten in den 80er Jahren, in denen die Sicherheitsdefizite des Salzstocks Gorleben offen angesprochen wurden, an dem Standort festzuhalten. “Asse und Morsleben, das reicht. Gorleben wird die nächste Investitionsruine. Statt einer Laufzeitverlängerung droht die “GEFAHRENzeitverlängerung!” warnt die BI. Alte Atommeiler mit völlig unzureichender Sicherheitstechnik noch weitere Jahre am Netz zu lassen, müsse verhindert werden.

Einmal im Monat wird es nun über die allsonntäglichen Spaziergänge hinaus eine “Motto-Demo” geben. Die anti-atomare Schlittenpartie bildete am Sonntag den Auftakt, am 21. Februar wird ein bunter Karnevalsumzug erwartet, politische Büttenreden laden ein zum spöttischen “Helau”! Im März ist eine Landmaschinenschau geplant, im April suchen die Atomkraftgegner Ostereier am Schwarzbau Gorleben und starten schließlich zu einem Treck mit abschließender Kundgebung am 24. April am AKW Krümmel. Am 4. Juni endet die Aktionsreihe mit einer Umzingelung der Atomanlagen anlässlich des 30. Jahrestages der Räumung des Hüttendorfes “Freie Republik Wendland”.
Quelle: Fotos und Text von http://www.publixviewing.de/index.html