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Samstag, 27. August 2011

Strahlenalarm. Demo in Gorleben am 28.8.11

-------Demonstration in Gorleben wegen Strahlenalarm------

Die Kartoffelscheune, das Zwischenlager Gorleben, vermeldet Strahlenalarm!
Die Menschen im Landkreis Lüchow- Dannenberg sehen ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt.
Die Castorhalle strahlt in unzumutbarem Ausmaß.

Deshalb findet am Sonntag, den 28.8.2011 um 13 Uhr
eine Kundgebung der Bürgerinitiative Umweltschutz und der Bäuerlichen Notgemeinschaft am Schwarzbau Gorleben, dem Erkundungsbergwerk, statt.

Die klare Forderung: das Bundesumweltministerium mit Minister Röttgen und die Bundesregierung, namentlich Bundeskanzlerin Merkel müssen umgehend den noch für diese Jahr geplanten Castortransport absagen!



Weiter Infos:
http://www.castor.de/presse/biprmtlg/2011/quartal3/aug26.html


Samstag, 25. Juni 2011

Video: Endstation Gorleben? Der Streit um den Atommüll /24.06.11

Video eingebettet von schampi.com

3sat, 45min Ein Video vom 14.03.11 wiederholt am 24.06.11

Endstation Gorleben?
Der Streit um den Atommüll
Gorleben ist einer der umstrittensten Orte in Deutschland. Noch immer wird der Salzstock tief unter dem Wendland auf seine Eignung als Endlager für hoch-radioaktiven Atommüll erkundet. Trotz Atom-Ausstieg ist die Frage nach einem Endlager aktueller denn je, denn ein Atomkraftwerk produziert jährlich rund ca. 30 Tonnen hoch-radioaktiven Abfall.
Quelle: 3sat.de

Sonntag, 12. Juni 2011

Video Gorleben: 800 Teilnehmer und 27 Festnahmen /12.06.11

Video: Graswurzel.tv 3.24min, Schnitt: Marco Kühne, Suse Neubronner Kamera: Marco Kühne

Ersten Meldungen zufolge, seien bei der Demonstration am Pfingstsonntag in Gorleben etwa 800 Personen beteiligt gewesen. Atomkraftgegner haben gegen den Ausbau des Salzstocks in Gorleben zum Lager für hoch radioaktive Abfälle demonstriert. Unter dem Motto «Gorleben versalzen» hätten Gruppen aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg das geplante Endlager mit Schubkarren umrundet, sagte ein Sprecher der Bürgerinitiative. An verschiedenen Stellen wurde der Drahtzaun durchtrennt. Einzelnen Demonstranten gelang es, auf eine Salzhalde zu steigen. Die Bürgerinitiative zählte rund 800 Teilnehmer und 27 Festnahmen, nach Polizeiangaben waren es 500 Teilnehmer. Gegen ein Dutzend Teilnehmer werde wegen Landfriedensbruch und Sachbeschädigung ermittelt.
Quelle: u.A.: http://www.bild.de/regional

Die Aktionen "Gorleben versalzen" gehen noch bis zum 17. Juni. Das Camp in Gedelitz freut sich über weitere Teilnehmer.
Weitere Infos unter: http://www.gorleben-versalzen.de/

Sonntag, 13. März 2011

Video: Was passiert während einer Kernschmelze /13.3.11

Ein Videobeitrag des ZDF auf YouTube online

Ein TV-Beitrag des ZDF vom 12. März 11, 3:51min

Die Kernschmelze ist ein extrem gefährlicher Unfall in einem Kernreaktor. Dabei erhitzen sich die Brennstäbe so sehr, dass sie schmelzen. Im ummantelten Brennstab befindet sich der Stoff, der gespalten wird - also Uran oder Plutonium. Zur Kernschmelze kann es etwa kommen, wenn Kühl- und Sicherungssysteme gleichzeitig oder in kurzer Zeit nacheinander ausfallen.

Wenn die gesamte geschmolzene Masse auf den Boden des Behälters sinkt, kann sie sich durch die Wände des Reaktors fressen. Dabei können radioaktive Substanzen nach Außen gelangen. Mit einer Kernschmelze gehen häufig Dampf- und Wasserstoffexplosionen einher.

Video: Besetzung des Salzstock Gorleben Geländes /13.3.11

Protest aus Anlasse der Fukushima-Katastrophe - 13. März 2011
Fotos: www.PubliXviewinG.de


Der atomare GAU in Japan zog am Sonntag rund 500 Atomkraftgegner zum allsonntäglichen Spaziergang rund um das Erkundungsbergwerk. Doch dieses Mal blieb es nicht beim Spaziergang: rund 20 Traktoren und hunderte Demonstranten öffneten die Tore und ließen sich im Schachgelände für einige Zeit nieder.
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Ein Video von Graswurzel-tv bei YouTube

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 3.41min
Schnitt: Kina Meyer
Kamera: Kina Meyer

Sonntag, 28. November 2010

Rückschau des Castortranspotes nach Gorleben / 12.11.10

Nach 92 Stunden hat der Castor-Transport sein Ziel im niedersächsischen Gorleben erreicht. Der Transport des Atommülls dauerte 13 Stunden länger als geplant.
Kein Castor-Zug ist jemals so lange unterwegs gewesen wie der Transport 2010. Nach etwa 92 Stunden ging am Dienstag gegen 9.50 Uhr der Atommüll-Transport von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins niedersächsische Gorleben zu Ende. Damit hat der Transport hochradioaktiven Atommülls 13 Stunden länger gedauert als der bisherige aus dem Jahr 2008.

Wir haben unter folgendem Link einige Fotos, Videos und Onlineberichte über den Castortransport für euch zusammengefasst. (klick)

Sonntag, 19. September 2010

Großdemo in Berlin am 18.09.2010 Atomkraft: Schluss jetzt

Sitzblockade mit Atom-Alarm. Fünf große Traktoren quetschen sich durch die enge Dorotheenstraße. Die Trecker haben Dannenberger Kennzeichen und sind am Morgen aus dem niedersächsischem Wendland nach Berlin gekommen. Direkt hinter den Wendlandtreckern beginnt der Demonstrationszug. Davor stapft Uwe Hiksch.

Fünf große Traktoren quetschen sich durch die enge Dorotheenstraße. Die Trecker haben Dannenberger Kennzeichen und sind am Morgen aus dem niedersächsischem Wendland nach Berlin gekommen. Direkt hinter den Wendlandtreckern beginnt der Demonstrationszug. Davor stapft Uwe Hiksch.

Der Endvierziger von den Naturfreunden Deutschland diskutiert mit dem Einsatzleiter über einem Google-Maps-Ausdruck, wo die ganzen Demonstranten hin sollen, die hinter den beiden auf die Strecke drängen.

'Wir haben der Polizei ja gesagt, dass wir mehr werden, als erwartet. Die haben uns aber nicht geglaubt', sagt Hicksch. Demonstranten, die mit einem der drei Sonderzüge aus Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Würtemberg angereist sind, nennen die Waggons 'überfüllte Sardinendosen'. Mehr als 200 Reisebusse aus dem gesamten Bundesgebiet seien gemeldet worden, sagt Jochen Stay von der Organisation 'ausgestrahlt'.

Etwa 30.000 Demonstranten hatten die Veranstalter angemeldet, mit 50.000 vorab gerechnet. Während die Traktoren bereits zwischen Bundestag und Kanzleramt an der abgesperrten Reichstagswiese vorbeituckern, steht das Ende des Zuges noch vor dem Hauptbahnhof, dem Anfang des gut drei Kilometer langen Rundkurses. Am Ende werden die Veranstalter von 100.000 Demonstrationsteilnehmern sprechen, die Polizei immerhin von 40.000 bis 50.000.

Für Hiksch, der seit den 70er Jahren in der Anti-Kernkraft-Bewegung aktiv arbeitet, ist die Demonstration ein großer Erfolg. 'Es ist eine schöne, große, bunte und lustige Demonstration. Es sind unterschiedlichste gesellschaftliche Gruppen da, so wie wir uns das vorgestellt haben', freut sich der gebürtige Bayer zwischen zwei Gesprächen mit dem ebenfalls bayerischen Einsatzleiter der Bundespolizei. Sogar die Zusage, den Lautsprecherwagen der Polizei nutzen zu können, ringt er dem Polizisten ab. 'Für die gerechte Sache setze ich auch Polizeiwagen ein', sagt er mit Augenzwinkern, bevor er über das Polizeimikrofon die Einkreisung des Kanzleramtes dirigiert.

Hiksch meint, an der Anti-Atom-Bewegung komme niemand in Deutschland politisch vorbei. Neben den Wendländischen Bauern und 68ern sind vor allem junge Menschen an diesem Spätsommersamstag auf der Straße. Die Oppositionsparteien und Gewerkschaften marschieren mit, und am Ende des Zuges haben sich drei Trucks von Berliner Elektro-Clubs angeschlossen. 'Atomstrom wegbassen', haben sie auf Aufkleber und Transparente geschrieben.

Auf die Stille folgt der Alarm

Nach einer Stunde Aufmarsch, Diskussion und Lautsprecheransagen ist es soweit. Die Menschen stehen rund um das Regierungsviertel aufgereiht. Sogar 600 'Umzingler' um das Kanzleramt wurden zugelassen. Dann beginnt eine symbolische Sitzblockade auf nassem Asphalt. Für einige Momente ist es still auf der Brücke über die Spree, direkt neben dem Bundestag, und dem Rest der Strecke. Demonstranten sitzen auf dem Boden, halten sich zum Teil an den Händen. Das Regierungsviertel ist umzingelt. Hiksch schaut zufrieden. Genauso hatte er sich das vorgestellt.

Dann beginnt der 'Atom-Alarm': Eine Minute lang schreien, trillern, pfeifen und tröten die Demonstranten aus vollen Kehlen. Ein ohrenbetäubener Lärm auch von Trommeln und Vuvuzelas tönt über das Regierungsviertel. 'Eine super Aktion', kommentiert Hiksch, 'gute Stimmung und gleichzeitig entschlossen gegen Atomenergie'. Ob allerdings der breite Protest des Tages und die kommenden Demonstrationen in München, Stuttgart und gegen den Castor-Transport nach Gorleben noch etwas ändern werden, bleibt mehr als fraglich.


Dieses Video ist bei YouTube online gestellt worden.

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 5.05min
Schnitt: Jonathan Happ, Kamera: Jonathan Happ


Dieses Video ist bei YouTube online gestellt worden.
Bericht: Matthias Deiß, RBB [tagesthemen, 22:35 Uhr 18.09.2010] 2min

Weitere Links mit Berichten und zahlreichen Fotos:

Freitag, 17. September 2010

Video: Laufzeitverlängerung, weniger Sicherheit für Altreaktoren /9.09.10

Etikettenschwindel Laufzeitverlängerung
Weniger Sicherheit für Altreaktoren

Dieses Video ist bei YouTube online gestellt worden.
Ein TV-Beitrag des WDR Monitor vom 9. Sept. 10, 9:50min.
Bericht: Jan Schmitt, Markus Schmidt

Sonia Seymour Mikich: "Die Laufzeitverlängerung - sie ist wahrscheinlich der größte Erfolg einer Industrielobby jemals in Deutschland. Beim Atomkompromiss vom Sonntag schwärmte Kanzlerin Merkel von der "Revolution", Minister Westerwelle von der "epochalen Bedeutung", Minister Röttgen vom "weltweit einzigartigen Konzept." Die eigene heiße Luft ließ die Regierung ganz hoch abheben. Fakt ist, die Dinosaurier-Technologie darf weitermachen. Aber, aber, die deutschen AKWs sind doch die sichersten der Welt! Und hat die Regierung den Betreibern nicht zusätzlich teure Auflagen vorgegeben? Jan Schmitt und Markus Schmidt enthüllen, wie sich E.on, Vattenfall, EnBW und RWE freuen dürfen über milde Sicherheitsvorgaben. Spart ihnen viel Geld."

Und das sind die Fakten: Keines der 17 deutschen Kernkraftwerke bietet baulichen Schutz vor Terroranschlägen aus der Luft mit Passagierflugzeugen. Keines der 17 deutschen Kernkraftwerke bietet im Falle einer Kernschmelze Schutz vor Verstrahlung der Umwelt. Und alle 17 deutschen Kernkraftwerke wären heute - nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik - nicht mehr genehmigungsfähig. Wollte man sie auch nur annähernd auf den aktuellen Stand bringen, wären Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Euro notwendig. Das hat das Bundesumweltministerium selbst errechnet. Wie notwendig diese Investitionen in die Sicherheit wären, belegen Zahlen des Bundesamtes für Strahlenschutz. Die Strahlenschützer haben Störfälle in den deutschen Atomanlagen untersucht.
Quelle: WDR Monitor

Freitag, 30. Juli 2010

"Amnesty Journal" fordert Kennzeichnungspflicht für Polizisten /27.07.10

"Amnesty Journal": Generalsekretärin Monika Lüke fordert Kennzeichnungspflicht für Polizisten
27. Juli 2010 - 9:21

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Streitgespräch zwischen Monika Lüke und dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, in der neuesten Ausgabe des Amnesty Journals. / Titelthema: Polizeigewalt in Deutschland / Ab 30. Juli 2010 am Kiosk

BERLIN: Polizisten, die im Dienst misshandeln, kommen in Deutschland häufig straffrei davon. Das kritisiert Monika Lüke, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, in der neuesten Ausgabe des Amnesty Journals in einem Streitgespräch mit dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Konrad Freiberg.

„In vielen Fällen verlaufen die Ermittlungen gegen Polizisten im Sande, weil die Beamten nicht identifiziert werden können“, sagt Lüke. Deshalb müsse es eine individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte geben. „Was sich in Deutschland durchzieht, und was ich besorgniserregend finde, ist, dass es bei Vorwürfen gegen die Polizei Indizien gibt, dass die Ermittlungen nicht umfassend geführt werden, nicht unverzüglich und nicht unparteiisch.“

Freiberg lehnt die Forderung nach Erkennbarkeit ab, weil es dann auch privat zu Bedrohungen komme könne. "Man muss sehen, dass die Gewalt gegen Polizisten ein Ausmaß angenommen hat, das früher undenkbar war." Das Risiko, dass der Einzelne eingehe, sei zu groß. Auch Amnesty International bedauert und verurteilt klar und unmissverständlich Straftaten gegen die Polizei. Diese müssen mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln verfolgt werden. Das Thema von Amnesty aber sind Menschenrechtsverletzungen. Und diese liegen vor, wenn ein Polizist im Dienst misshandelt.

Das Titelthema der August/September-Ausgabe des Amnesty Journals ist rechtswidrige Polizeigewalt in Deutschland. Amnesty International hatte dazu am 8. Juli 2010 einen Bericht veröffentlicht und eine Kampagne gestartet. Unter www.amnesty.de/polizei gibt es Beteiligungsmöglichkeiten wie eine Online-Demonstration und –Petition sowie viele weiterführende Informationen. In der aktuellen Journal-Ausgabe erklärt der Bielefelder Polizeibeamte Olaf Diedrich, warum es nicht immer einfach ist, gleichzeitig Polizist und Mitglied von Amnesty International zu sein. Auch gibt es eine Reportage über die Ausbildung von Polizeischülern und ein Interview mit einer ehemaligen Amnesty-Mitarbeiterin, die bei einem Polizeieinsatz misshandelt wurde.

Das aktuelle Amnesty Journal ist ab dem 30. Juli 2010 bundesweit an allen Bahnhofs- und Flughafenkiosken zum Preis von 4,80 Euro erhältlich. Die Auflage liegt derzeit bei 86.000.


Um die die Kampagne zu unterstützen (weiter) 

Der Spot bei YouTube zur Kampagne

Dieser Clip zeigt drei Fälle rechtswidriger Polizeigewalt in Deutschland. Drei Fälle aus dem aktuellen Bericht von Amnesty International. Drei Fälle, in denen niemand zur Rechenschaft gezogen wurde. Mehr Verantwortung bei der Polizei: www.amnesty.de/polizei

Redaktionsfehler seitens Amnesty International: Entgegen den Angaben (ab 0:55) ereignete sich einer der im Spot gezeigten Fälle nicht in Reutlingen sondern in Schwäbisch Gmünd.

Um die die Kampagne zu unterstützen (weiter) 

Donnerstag, 29. Juli 2010

Video: Endlager - Atom-Multis verdienen am eigenen Müll /22.07.10

Ein Video des NDR PANORAMA bei YouTube

Ein Video des NDR PANORAMA 6.12min
Bericht: M. Rudolph, K. Schüßler
Schnitt: P. Dosenbach


Trotz jahrzehntelanger Proteste und andauernder Diskussionen wird Gorleben als einziger Endlagerstandort für hochradioaktiven Müll weiter erkundet. Das freut die Atomwirtschaft. Nicht nur, weil sie einen Platz für ihren strahlenden Abfall braucht, sondern weil sie schon jetzt mit der Suche danach Geld verdient. Denn verantwortlich für die Erkundungsarbeiten in Gorleben ist die kaum bekannte Firma DBE. Und diese 'Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern' (DBE) ist zu 75% im Eigentum der vier großen Atomkonzerne.

Seit Jahrzehnten führt die DBE alle Bergarbeiten zur Vorbereitung von Endlagern aus - nicht nur in Gorleben, auch im Schacht Konrad bei Salzgitter und im ehemaligen DDR-Lager Morsleben. So holt sich die Atomindustrie einen Teil ihrer Abfallgebühren, die sie für die Einlagerung bezahlen, wieder zurück - und verdient im Fall Morsleben sogar reines Steuergeld.

Die Grundlage sind Verträge aus Zeiten, in denen die DBE ein Staatsunternehmen war. Doch 1984 stiegen die Konzerne in die Gesellschaft ein. Und trotz Warnungen von Experten vor einer zu großen Nähe zu den Energieunternehmen schaffte niemand die vertraglich zugesicherten Privilegien der DBE ab: sichere Umsätze, garantierte Gewinne, faktische Unkündbarkeit und Stillschweige-Klausel. Ein Traumgeschäft.

Jahrzehntelang hat die Bundesregierung vor diesem absurden Selbstbedienungskreislauf die Augen verschlossen - bis der Bundesrechnungshof 2008 eine Finanzkontrolle einforderte. Doch der politische Wille, die DBE wirklich zu kontrollieren, ist bis heute nicht zu erkennen. Das Bundesumweltministerium hält eine Neuverhandlung des Vertrages bisher offenbar nicht für nötig.
Quelle: DAS ERSTE, PANORAMA

Samstag, 17. Juli 2010

Video: Die falschen Versprechen der Atompolitik /13.07.10

Frontal21-Dokumentation vom 13. Juli 2010
Der große Bluff - Die falschen Versprechen der Atompolitik

Das Video bei Megavideo


ZDF Frontal21 45min.
von Steffen Judzikowski und Christian Rohde

Atomkraft - Ja, bitte! Die Bundesregierung will die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern, den Ausstieg aus der Kernenergie rückgängig machen. Nur so könne eine günstige Stromversorgung garantiert und die Klimaschutzziele erreicht werden. 2010 ist das Jahr, in dem sich der Kampf um den Weg in die Energiezukunft entscheidet. Die Dokumentation von Steffen Judzikowski und Christian Rohde zeigt Stationen der Debatte, beantwortet Fragen zu den zentralen gesellschaftlichen Konflikten und präsentiert dazu Argumente und Belege.

Informationen zum Film auf den Seiten des ZDF:
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,8078996,00.html

Der Film in der ZDF Mediathek:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1089864

Samstag, 29. Mai 2010

Video: Röttgen will Sicherheitsstandards für Gorleben senken /27.05.10

Ein Video von RBB Kontraste bei YouTube

Ein Film von RBB Kontraste 7.21min
Bericht: Manka Heise und Chris Humbs


Risiko Atommüll – Röttgen will Sicherheitsstandards senken

Bundesumweltminister Röttgen will die Sicherheitsstandards am geplanten atomaren Endlager Gorleben senken. Geplant ist, auf eine Rückholbarkeit des Strahlenmülls zu verzichten. Das Risiko: Es könnte im Salzstock zu chemischen Reaktionen bis hin zu Explosionen kommen.

Sicherheit geht in Deutschland über alles. In kaum einem anderen Land sind die Auflagen für Unternehmen und Organisationen so umfangreich. Jede Fabrik, jede U-Bahn, jedes Forschungsexperiment ist auf einen möglichen Worst Case vorbereitet. Falls etwas passiert, gibt es immer einen Rettungsplan. Doch ausgerechnet bei der Endlagerung von Atommüll, einem der risikoreichsten technischen Vorhaben überhaupt, will man darauf künftig verzichten. Bundesumweltminister Röttgen will, wie KONTRASTE herausfand, beim geplanten Atomendlager Gorleben die Sicherheitsstandards senken. Der strahlende Abfall soll für immer und nicht rückholbar im Salz verschwinden. Manka Heise und Chris Humbs.

Wir sind in Gorleben, über 800 Meter tief im Salzstock. Eigentlich sollte es hier trocken sein. Doch dann sehen wir rostige Schrauben: Lauge tritt aus. Mit Eimern fängt man sie auf - und dann sehen wir sogar einen richtigen Abfluss. Aus dieser Probe-Bohrung liefen 165 Kubikmeter der Salzlauge. Darüber will aber keiner so recht mit uns vor der Kamera reden.

Auch nicht der zuständige Umweltminister. Ein Interview zu den Problemen lehnt Norbert Röttgen ab. In seinen Pressestatements gibt er sich offen für alles, doch in Wahrheit ist und bleibt Gorleben sein klarer Favorit für die Endlagerung des hochradiaktiven Mülls.

Norbert Röttgen (CDU), Bundesumweltminister
„Zur Offenheit des Verfahrens gehört, dass man sich auch auf Alternativen vorbereiten muss. Auch das werden wir tun, ohne dadurch die Priorität Gorleben in Frage zu stellen.“

Gorleben hat eben Priorität – und was nicht passt, wird passend gemacht. Schließlich ist in diesen Salzstock schon viel Geld gesteckt worden. Trotz drohender Gefahren will nun Röttgen den Müll für immer im Salz versenken. Genau das sagt sein neuer Entwurf zu den Sicherheitsanforderungen aus, der KONTRASTE vorliegt.

Bisher gab es einen Passus, der vorschreibt, dass die Bergung des Mülls 500 Jahre lang möglich sein muss. Im neuen Entwurf von Minister Röttgen ist die Bergung, also die Rückholbarkeit, gestrichen.

Eine sehr riskante Entscheidung, erfahren wir im niederländischen Groningen.
Hier an der Universität hat man – weltweit führend - Salz hochradioaktiver Strahlung ausgesetzt. Fazit: Über längere Zeit könnte Salz den Atommüll eventuell nicht mehr sicher abdichten – es wird spröde und rissig.

Dr. David Vainshtein, Atomphysiker
„Während der Bestrahlung zerfällt das Salz in Natrium und Chlor. Und dieser Zustand entwickelt ein Eigenleben.“

Dieser Prozess heißt Radiolyse. Die Strahlen des hochradiaktiven Mülls beschießen die Salzkristalle. Dabei werden Natrium- und Chloratome aus den Molekülen herauskatapultiert.

Diese freien und aufgeladenen Atome springen aber sofort wieder an ihren Platz zurück. Dabei entladen sie sich explosionsartig.

Dr. David Vainshtein, Atomphysiker
„Das kann sehr, sehr gefährlich werden, da das Salz insgesamt instabil wird.“

Trotz dieses Risikos plant man in Deutschland, den hochradioaktiven Müll ohne große Abschirmung in Bohrlöchern zu lagern. Durch die Bestrahlung entstehen unzähligen kleinen Explosionen. Dadurch könnte eine Hitze von bis zu 1.500 Grad Celsius entstehen, befürchten die Wissenschaftler. Diese Temperaturen reichen, um den Müll zum Schmelzen zu bringen.

Noch mehr Strahlung würde so freigesetzt werden. Das Salz wird immer instabiler. Über Risse könnte Lauge zum Müll gelangen und so die Reaktionen noch verstärken. Größere Risse wären die Folge. Radioaktivität könnte so nach außen gelangen, die Umgebung kontaminieren. Eine Gefahr für die Umwelt.

Der niederländische Publizist Hermann Damveld begleitet die Endlagersuche in Europa seit drei Jahrzehnten. In Holland lässt man aufgrund der strahlungsbedingten Veränderungen längst die Finger vom Salz.

Herman Damveld, Endlagerexperte
„Man dachte, wenn Radioaktivität eine explosionsartige Folge auf Salz hat, dann ist Salz vielleicht nicht so geeignet.“

In den Niederlanden haben deshalb bis heute keine Probebohrungen im Salz stattgefunden - Dänemark und Frankreich haben sich ebenfalls vom Salz abgewendet. Selbst die Regierung der USA, einst Verfechter vom Salz, sieht nun bei der Endlagerung für hochradioaktiven Müll Schwierigkeiten.

Zitat
„…hitzeerzeugender Abfall, wie verbrauchte Brennstäbe, beschleunigt einen Prozess, der Salz schnell deformiert. Dies könnte möglicherweise zu Problemen führen.“

In Deutschland versuchten Wissenschaftler Anfang der 90er zu belegen, dass Salz doch als Endlagerstätte geeignet ist. Selbst bei diesen Versuchen mit schwach radiaktivem Abfall im Forschungsbergwerk Asse veränderte sich das Salz sichtbar durch die dunkle Verfärbung.

Trotzdem soll die Einlagerung von hochradioaktiven Abfällen in Gorleben kein Problem sein. Das meint zumindest Klaus Kühn. Er war Chef der Asse und Leiter der Tests mit Salz.

Klaus Kühn, ehem. Asse-Leiter
„Wir haben Gorleben relevante Forschungen in der Asse betrieben."
KONTRASTE
„Was kam dabei heraus?“
Klaus Kühn, ehem. Asse-Leiter
„Positive Ergebnisse soweit wir die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Ende durchführen durften. Aller bisher vorliegenden Ergebnisse sind positiv, das heißt, die Endlagerung radioaktiver Abfälle in einer Salzformation ist die beste Lösung.“

Wirklich aussagekräftige Versuche mit hoher Strahlung hat Kühn in der Asse nie durchgeführt. Weder die Atomwirtschaft noch der Staat wollten hierfür das nötige Geld investieren. Was bleibt, sind Vermutungen. Trotzdem bescheinigt Klaus Kühn als Berater der Bundesregierung grünes Licht für Salz.

Für die Wissenschaftler aus Groningen ist das ein Skandal. In einem Brief an die Mitglieder des Umweltausschusses warnen sie vor Klaus Kühn. In einem Beratungsgespräch habe er den Politikern die international anerkannten Forschungsergebnisse falsch wiedergegeben. In der Mitteilung an die Fachpolitiker heißt es:

Zitat
„Ich schreibe Ihnen diesen Brief, da unsere Arbeit an diesem Thema in einer sehr unkorrekten Weise dargestellt wurde. Die Realität entspricht exakt dem Gegenteil dessen, was Dr. Kühn Ihnen erklärte.“

Doch die Bundesregierung setzt weiter auf die Gutachten des ehemaligen Asse-Chefs und dessen Mitarbeitern. Auf diejenigen, die schon die Sicherheitsfragen in der Asse völlig falsch einschätzten und auf die Probleme im illegalen Endlager zu spät reagierten.

Auf Anfrage von KONTRASTE, ob es gerade wegen der Laugenzuflüsse neuen Forschungsbedarf zur Radiolyse gäbe, heißt es:

Zitat
„Nein.“

Trotz all der unerforschten Risiken mit dem hochradioaktiven Müll soll dieser für immer und unwiederbringlich im Salz versenkt werden.

Dr. David Vainshtein, Atomphysiker
„Es ist vergleichbar mit einem Teekessel, den man auf das Feuer stellt und fest verschließt und dann das Wasser kocht. Der Kessel kann explodieren oder nicht. Fakt ist, es ist eine ziemlich gefährliche Art und Weise, den Tee zu kochen.“

Eine Option auf eine rettende Bergung des Mülls im Notfall wurde auf Bitten der Atomindustrie gestrichen. Eine Offenhaltung und sichere Überwachung des Endlagers über viele Jahre wäre nämlich sehr teuer. Diese Kosten müssten die AKW-Betreiber auf den Strompreis umlegen. Und das würde nun mal den Atomstrom sehr unattraktiv machen.


Mittwoch, 26. Mai 2010

Video: Atom-Gegner dringen auf Gorleben-Gelände vor /24.5.10

Atomkraft-Gegner sind am Pfingstmontag(24.5.10) in das Gelände des Salzstocks im niedersächsischen Gorleben eingedrungen. Dieser wird als Atommüll-Endlager in Betracht gezogen.

Etwa 60 teils vermummte Aktivisten hätten zwei Tore aufgebrochen und mit Leitern das Pförtnerhaus erklommen, sagte ein Polizeisprecher. Mit Vorschlaghämmern hätten sie die Verglasung des Hauses eingeschlagen. Anschließend hätten sie auf der Zufahrtsstraße eine Barrikade errichtet. Nach knapp zwei Stunden sei der Polizeieinsatz weitgehend beendet gewesen, sagte der Sprecher. Die Demonstranten seien abgezogen.

Nach Angaben der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg hatten sich bis zu 200 Gorleben-Gegner versammelt. Die Initiative kündigte weitere Proteste anlässlich des 30. Jahrestags der Räumung und Zerstörung des Hüttendorfs Republik Freies Wendland am 4. Juni 1980 an.
Quelle: http://www.focus.de
Bild oben: http://www.publixviewing.de/Andreas Conradt


Ein Video von Graswurzel-tv bei YouTube

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 1.51min
Schnitt: Jonathan Happ
Kamera: Jonathan Happ

Samstag, 24. April 2010

Video: KETTENreAKTION 120km Tagesschau /24.4.10

Ein Ausschnitt der Tagesschau bei YouTube

Zwischen den Atomreaktorstandorten Brunsbüttel und Krümmel bildeten etwa 120 000 Menschen eine etwa 120 Kilometer lange Menschenkette, um gegen die Pläne der Bundesregierung für verlängerte Laufzeiten von Kernkraftwerken zu protestieren. Wie die Veranstalter mitteilten, wurde die Kette pünktlich um 14.30 Uhr geschlossen.

Schon am Morgen hatten sich Teilnehmer der Menschenkette in drei Sonderzügen und etwa 240 Bussen aus dem gesamten Bundesgebiet auf den Weg in den Norden gemacht. In Geesthacht sammelten sich mehrere Hundert Atomkraftgegner aus dem Wendland, die mit Traktoren und Fahrrädern aus Niedersachsen über die Elbe zum Meiler Krümmel gekommen waren. Am Mittag wurden die Demonstranten auf Sammelpunkte verteilt, um so die ganze Strecke zwischen den beiden Reaktorstandorten abzudecken. Nach Polizeiangaben verlief die Großdemonstration friedlich, es kam allerdings zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Nach dem Zusammenschluss fanden auf insgesamt sieben Bühnen entlang der Strecke Kundgebungen und Konzerte statt. So trat unter anderem der Sänger Jan Delay in Brunsbüttel auf.

Weitere große Anti-Atomkraft-Aktionen gab es auch am Kernkraftwerk Biblis in Hessen und vor dem Atommüllzwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus. Bundesweit beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter rund 146.000 Menschen.
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Im folgenden möchten wir auf einige Links verweisen. Hinter diesen Links verbergen sich Fotos und Videos, von Beginn der Verabschiedung des Krümmel-Trecks in Gorleben, bis hin zur Menschenkette am 24.4.10.

Klicken Sie auf den jeweiligen Link und die entsprechende Seite baut sich in einem neuen Fenster auf.

Fotos


Videos



Blog/Ticker

Weitere Linksammlungen im Netz


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Freitag, 9. April 2010

Video: Krümmel - Protestaktion gegen Trafotransport zum AKW /31.3.10

Ein Video von Graswurzel-tv bei YouTube

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 2.48min
Team: Kina Meyer, Marco Kühne, Mischa Karafiat
Schnitt: Kina Meyer, Marco Kühne


30.03.2010 Am gestrigen Abend wurde die Anlieferung eines neuen Transformators für das Atomkraftwerk Krümmel von Atomkraftgegnern verzögert: Auf der letzten 3,5 km langen Etappe zum Kraftwerk setzten sich Aktivisten auf die Straße, kurz vor dem Ziel ketteten sich zwei AKW-Gegner unter dem Tieflader an.

Der Protest richtete sich gegen das Wiederanfahren des Reaktors an der Elbe.
Das Video bei Graswurzel.tv
Als Flash - Video anschauen. (12,25 MB)

Als Quicktime - Video herunterladen. (12,25 MB)

Als Quicktime - Video anschauen. (12,25 MB)

http://www.graswurzel.tv/ will komplett unabhängig von herkömmlichen medialen Strukturen arbeiten und informieren. Sie verstehen ihre Arbeit als alternativen Journalismus, der sich die Möglichkeiten der modernen Berichterstattung via Internet zu Nutze macht. Eine möglichst breite Vielfalt ihrer Filme und Fotos ist graswurzel.tv dabei wichtig.
Sie wollen keinen Sensationsjournalismus abliefern, der den Protest pauschalisiert und vereinfacht, sondern ihn aus der Sicht der Bewegung wiedergeben.

Mittwoch, 31. März 2010

Video: Bauern blockieren Nadelöhr ins Wendland /31.3.10

11.45 Uhr. Etwa 30 Trecker blockieren die "Dömitzer Brücke".
Ein Video von Graswurzel-tv bei YouTube

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 2.22min
Schnitt: Marco Kühne, Kina Meyer
Kamera: Marco Kühne, Kina Meyer

Die Bauern kündigten eine "stundenlange" Blockade der wichtigsten Verkehrsader ins Wendland an. "Das hier ist der kleine Auftakt unseres Protest", so ein Sprecher vor Ort. "Wir können auch anders!"


Bild unten: contratom.de

Mit 30 Traktoren hat die Bäuerliche Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg die Dömitzer Brücke blockiert, der Verkehr auf der B191 ist damit völlig zum Erliegen gekommen.
Mit dieser Protestaktion haben die Bäuerinnen und Bauern auf den Antrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) auf eine Verlängerung des Betriebsplanes aus dem Jahr 1983 reagiert, mit dem das Bergwerk in Gorleben weiter erkundet werden soll. Dieser bereits 30 Jahre alte Betriebsplan soll nun "nach einer Festlegung des Bundesumweltministeriums" für weitere zehn Jahre gelten. Eine Beteiligung der Öffentlichkeit sieht er, anders als ein atomrechtliches Verfahren, nicht vor. "Mit diesem Verfahrenstrick will das Bundesumweltministerium die Recht der Bevölkerung aushebeln", so die Notgemeinschaft, "und unter dem Deckmantel der Erkundung im Salzstock ein Atommülllager einrichten."

Auf der Brücke wollen die Bäuerinnen und Bauern so lange wie möglich bleiben, weitere Protestaktionen sind angekündigt. Sie fordern die Stilllegung aller Atomkraftwerke und ein neues Verfahren zur Suche eines geeigneten Lagers für Atommüll, das eine ständige Kontrolle und jederzeitige Rückholbarkeit des Atommülls garantiert. Ein Atommüll-Endlager im Gorlebener Salzstock werde sie nicht hinnehmen, so die Notgemeinschaft, der sei erwiesenermassen dafür völlig ungeeignet.

Ansprechpartnerin: Claudia Sültemeyer, 0172-421 76 16
http://www.baeuerliche-notgemeinschaft.de/

Freitag, 26. März 2010

Warum Atommüll ausgerechnet nach Gorleben /25.3.10

Warum unser Atommüll ausgerechnet in Gorleben gelagert werden soll.
Von Susanne Schrammar

Die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses Gorleben könnten das Vorhaben von CDU und FDP ins Wanken bringen, den Erkundungsstopp für Gorleben aufzuheben. Denn es gibt Hinweise, dass die frühere Entscheidung für Gorleben als mögliches Atommüllendlager manipuliert war. Zeitzeugen kommen zu Wort.

Ein Audiobeitrag aus dem Deutschlandfunk. 18.27 min

Dieses Video bei Megavideo.com online

Dieser Beitrag kann als MP3-Datei(8,35MB) heruntergeladen werden hier
Dieser Beitrag als Audio-Flash hier
Quelle: http://www.dradio.de

Sonntag, 21. März 2010

Video: Baubeginn - Hüttendorf in Gorleben /21.3.10

Ein Video von Graswurzel-tv bei YouTube

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 4.35min
Schnitt: Marco Kühne, Suse Neubronner
Kamera: Marco Kühne


21.03.2010. 30 Jahre nach der Ausrufung der "Republik Freies Wendland" folgten am heutigen Sonntag, 21. März, mehr als 250 Menschen dem Aufruf ein neues Hüttendorf in Gorleben entstehen zu lassen. Die erste Hütte wurde heute auf dem Privatgelände, das die "Salinas Salzugt GmbH" gepachtet hat, errichtet.

Nachdem die Polizei zu "Dokumentationszwecken" auf das Gelände drang, kam es zu Auseinandersetzungen, bei denen auch Pfefferspray zum Einsatz kam. Der Hüttenbau wurde dennoch fortgesetzt und mit einem Richtfest am frühen Nachmittag gefeiert.

Für die kommenden Tage und Wochen ist der Bau weiterer Hütten und die Durchführung kreativer Aktionen geplant.

Das Video bei Graswurzel.tv
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Ein weiteres Video hat http://wendland-net.de auf ihrer Seite online gestellt. Klicken Sie unten auf den Link und Sie werden auf die Seite weiter geleitet.
7.24min

von Dirk Drazewski
und Gerhard Ziegler

zu Wendland-net

Samstag, 9. Januar 2010

In Erinnerung an Sebastien / 21.12.09

Dieses Video ist bei YouTube online gestellt worden.


In Erinnerung an unseren Kameraden, Sebastien, der am Sonntag, den 7. November 2004 während einer Aktion gegen den Transport radioaktiver Abfälle getötet wurde, haben wir der Boulevard Pierre Mendes France nach Cherbourg (in der Nâhe aus La Hague und Valognes) neuzutaufen. Heute setzen wir seinen Kampf fort.

Das Berufungsverfahren des Gerichtsurteils in Caen am Freitag den 20. November 2009 -Die Blockierung des italienischen Zuges mit Atommüll am 1. Julie 2008 in Molay- Littry betreffend:

Das Strafmaß:
die 4 Angklagten sind zu einem Bußgeld von jeweils 2500 Euro pro Person verurteilt worden (davon 2000 Euro auf Bewährung)

Zivilrechtlich :
Die Klage auf Schadensersatz der SNCF wurde abgewiesen.

Das Strafurteil bleibt das Selbe wie in erster Instanz trotz der Forderung der Staatsanwaltschaft, die 4 Monate Gefängnis auf Bewährung gefordert hatte. (Die Kernkraftgegner sollen ins Gefängnis, damit sie nicht wieder damit anfangen, betonte der Staatsanwalt.)

Wir plädieren an den Staat, dass es eine gerechtfertigte Notwendigkeit war bedingt durch die unmittelbare Gefahr, die diese Transporte darstellen. Wir bedauern daher das die Justiz nicht den Mut hatte, unseren Argumenten Gehör schenken zu wollen und anstelle dessen den Freispruch auszusprechen. Allerdings sehen wir die Entscheidung des Gerichts als zufriedenstellen an, die Forderung des Staatsanwaltes auf Gefängnis mit Bewährung zu widerrufen und die die Klage der SNCF abzuweisen (die in erster Instanz 7700 Euro Schadensersatz erhalten hatte). Erinnern wir uns, dass diese keine glaubwürdige Beweise für die Behauptung des Sachschadens erbracht hatte.

Die neusten Ereignisse, sei es der Skandal der Ausfuhr des Atommülls nach Russland, der Ärger mit den EPR oder zum wiederholten Male ein Zwischenfall in den veralteten Atomkernkraftanlagen bestärken uns in unsere Überzeugung und Legitimität der Aktionen der Vergangenheit und der Zukunft.

Quelle: e-Mail aus Frankreich

http://ganva.blogspot.com/

Dienstag, 15. Dezember 2009

Anti-Atom-Aktion bei der Meerjungfrau in Kopenhagen /11.12.09


Atomkraft verhindert vernünftige Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels

Kopenhagen, 10.12.09 - Am vierten Tag des UN-Klimagipfels in Kopenhagen organisierten zehn Umweltorganisationen aus verschiedenen Ländern, Partner der internationalen Kampagne "Don´t Nuke the Climate", eine Aktion bei der Meerjungfrau. Damit sollten die Versuche der Nuklear-Industrie, den Klimawandel für ihre eigenen Interessen zu nutzen, symbolisiert werden. Um die Mittagszeit setzten die Umweltaktivisten der weltbekannten Kopenhagener Meerjungfrau eine Schutzmaske auf, um die Gefahren der Atomtechnologie zu verdeutlichen und die Notwendigkeit des Ausstiegs aus der Atomkraft zu betonen.

Charlotte Mijeon von der Organisation Sortir du Nucléaire, Frankreich, betonte: "Indem Dänemarks geliebte Meerjungfrau eine Schutzmaske trägt, wird daran erinnert, dass Atomkraft den Kampf gegen die globale Erderwärmung behindert und die wahren Lösungen wie Sonne, Wind und Wasserkraft verschleiert werden."

Weiter prangerten Vertreter der beteiligten Organisationen die Versuche eines green washings der Nuklear-Industrie an:
Claire Greensfelder vom "International Forum on Globalization" der USA meinte:
Während des Kopenhagen-Gipfels müssen die Entscheidungsträger nicht nur ehrgeizige Klimaziele vereinbaren. Vielmehr müssen sie aufhören, die Atomkraft als Lösung für das Klima zu betrachten, das gilt auch für so genannte "saubere" Kohle und Agrosprit.
Sabine Bock, Koordinatorin von Women in Europe for a Common Future (WECF), ergänzt:
"Atomenergie hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit und die Umwelt ist, sondern auch eine Bedrohung für die Menschenrechte.
In unserer Arbeit mit lokalen Gemeinschaften erleben wir ernsthafte Gesundheitsprobleme und Menschenrechtsverletzungen, bedingt durch die schädigende Wirkung der Atomenergie und ihrer Radioaktivität. Wir können nicht verstehen, dass Regierungen noch immer diese gefährliche Technologie fördern anstatt sichere, nachhaltige, saubere und erneuerbare Energiesysteme zu entwickeln."

"Leider setzten immer mehr Staaten auf die Atomkraft als "Klimaretter", fügt Vladimir Slivyak von der Organisation Ecodefense in Russland hinzu. Wenn diese Energieform in das Kyoto-Nachfolgeprotokoll aufgenommen wird, könnten einige Staaten durch den Verkauf von Atomreaktoren an Entwicklungsländer ihr Emissions-Reduktionsziel erreichen.
Dies ist doppelt falsch:
1) Mit Investitionen zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen in Entwicklungsländern unternimmt das Land selbst keine Anstrengungen, um die Produktion der eigenen Treibhausgase zu vermeiden.
2) Bei Anerkennung als CDM (Clean Development Mechanism) würden der Atomkraft große Mengen öffentlicher Gelder zufließen, die eigentlich für neue, effiziente, sichere und saubere Energie-Technologien zur Verfügung stehen sollten."

Schließlich betont Karin Wurzbacher, Physikerin am Umweltinstitut München e.V. die große Gefahr einer massiver Ausbreitung von Nuklear-Anlagen: "Damit würde der Zugang zu waffenfähigem Material erleichtert und die Gefahr der illegalen Weiterverbreitung von Atomwaffen verstärkt."

Peer de Rijk von der Organisation WISE (World Information Service on Energy, Amsterdam)
resümiert: "Atomkraft als Klimaretter zu bezeichnen, ist eine Schande. Die Kampagne "Don´t Nuke the Climate!" umfasst mehr als 350 Organisationen in 45 Ländern der Welt.
Mitgliedsorganisationen machen mit Kampagnen darauf aufmerksam, dass Atomkraft nicht nur gefährlich ist (bezüglich radioaktivem Müll, der Gefahr schwerer Unfälle und des Proliferationspotenzials). Um das Klima zu retten, kämen Neubauten viel zu spät. Schließlich ist Atomkraft viel zu teuer und als Energie für die Südstaaten ungeeignet."

Sollte diese Technologie Bestandteil des neuen Klimaabkommens werden, würden die nötigen Finanzmittel für die wirklichen Lösungen (z. B. Energie-Effizienz und Erneuerbare
Energien) fehlen. Wenn wir an der Atomkraft festhalten, wäre der Kampf gegen die globale Klimaerwärmung verloren. Bürgerinnen und Bürger aus aller Welt sind eingeladen, die Petition "Don´t Nuke the Climate!" zu unterzeichnen.

Die Petition ist in zehn verschiedenen Sprachen unter http://www.dont-nuke-the-climate.org/ verfügbar und wird bereits von mehr als 50.000 Menschen unterstützt.

Ansprechpartner:
Karin Wurzbacher, Dipl. Phys, +49 170 75 92 158, kw(at)umweltinstitut.org
Christina Hacker, +49 178 30 67 068, ch(at)umweltinstitut.org

Quelle: firmenpresse