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Samstag, 29. Oktober 2011

Castor-Zulassung war fünf Tage abgelaufen - für Behörden kein Problem / 24.10.11

Ahaus - Im Zwischenlager Ahaus stehen mehrere Castoren, für die eine Zulassung für mehrere Tage ausgelaufen war. Während die Atomkraftgegner von „Schlamperei“ sprechen, beruhigt die Atomaufsicht: Zwar sei es richtig, dass für die 18 Behälter aus dem ehemaligen Forschungsreaktor in Rossendorf bei Dresden die „verkehrsrechtliche Zulassung“ am 15. Oktober abgelaufen sei.

Aber: Nach den Worten eines Sprechers des Bundesamts für Strahlenschutz müsse der Betreiber Anträge rechtzeitig stellen. Die aktuelle Zulassung werde aber vor allem dann wichtig, wenn die Behälter vom Typ Castor MTR 2 vom Zwischenlager Ahaus an einen anderen Ort transportiert werden müssen. Das ist zurzeit nicht absehbar. Wenn die Transport-Auflage nicht erfüllt sei, heiße das aber noch nicht, dass die Genehmigung an sich nicht in Frage gestellt wird.

Die Überwachung der Auflagen liegt in den Händen der Atomaufsicht, die in NRW dem Wirtschaftsministerium zugeordnet ist. Die könne dem Betreiber zunächst eine Frist setzen, in der er die Auflage zu erfüllen hat. Dem Ministerium zufolge verzögert sich die Zulassung, die alle drei Jahre verlängert werden muss, gelegentlich. „Wir wussten, dass das Verfahren eingeleitet war“, meinte der Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Die neue Zulassung sei zudem am 20. Oktober erteilt worden.

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ erklärt: „Dieser Zustand hätte nie eintreten dürfen.“ Ihr Sprecher Felix Ruwe fordert unter anderem „eine unabhängige Überprüfung der Atomaufsicht in Nordrhein-Westfalen“.
VON STEFAN WERDING, MÜNSTER
Quelle: borkenerzeitung.de

Freitag, 27. August 2010

Rücktransport von 18 Castor MTR-2 von Ahaus nach Russland /16.8.10

Der Skandal um die Rücktransporte von 18 CASTOR MTR-2 Behältern von Ahaus nach Russland weitet sich aus. Nach aktuellem Kenntnisstand der Sächsischen Staatsregierung wusste 2005 niemand im Sächsischen Wissenschaftsministerium, dass der Atommüll, der im Mai/Juni 2005 von Dresden/Rossendorf nach Ahaus verschoben wurde, zum Hersteller Russland zurückgeführt werden muss. 2005 wurde besagter Atommüll mit enormen Polizeiaufgebot quer durch Deutschland transportiert. Die Sinnlosigkeit dieser Transporte wird noch deutlicher, wenn im Jahr 2006 die Sächsische Staatsregierung Kenntnisse über die Rückführung des Atommülls nach Russland hatte.
In diesem Zusammenhang erhebt die BI-Ahaus schwere Vorwürfe gegen das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das als Genehmigungsbehörde über Entsorgungswege bzw. den Verbleib von Brennelementen aus Forschungsreaktoren informiert war.

„Unter diesen Umständen hätte das BfS niemals eine Transportgenehmigung erteilen dürfen. Da wurden Menschen gefährdet und völlig nutzlos viele Millionen € vergeudet“, so Felix Ruwe, der Sprecher der BI-Ahaus. Auf Grund dieser skandalösen Machenschaften fordert die BI-Ahaus einen Atommüll-Transportstop. Mangelhafte Transparenz und fehlende Öffentlichkeitsbeteiligung führt zu solch sinnlosen Atommüllverschiebungen. Auch in Russland wehren sich Umweltverbände gegen diese gefährlichen Transporte.

Felix Ruwe
Pressesprecher der BI-Ahaus