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Sonntag, 27. Juni 2010

Fotos: Campact Ballonaktion am AKW Krümmel /26.6.10

Fotos von PubliXviewinG: Campact Ballon-Aktion am AKW Krümmel, 26. Juni
Die Bilder können honorarfrei verwendet werden. Belegexemplar oder Angabe des Links erbeten. Bitte verwenden Sie als Copyrightvermerk den in den IPTC-Daten genannten Namen. Für Texte verwenden Sie bitte das Agenturkürzel pxv


Rund 300 Menschen zogen am 26.6.10 mit den Schläuchen und ausgestattet mit Folienschneidern, Plakaten und Schildern vor das Kraftwerk. Vorneweg gingen Menschen in Skelettkostümen und überbrachten "Schöne Grüße vom tödlichen Nachbarn". Dort, direkt vor der westlichen Ecke des Reaktors, war bereits ein 25 breiter Kreis auf der Straße aufgezeichnet: der Umfang des Radioaktivitätszeichens. Lage für Lage, von außen beginnend, wurden die Schläuche in dem Kreis verteilt - immer abwechselnd schwarz, gelb, schwarz, gelb usw. Von oben, von einer der Hebebühnen, wirkte das Ganze lange nicht wie ein Radioaktivitätszeichen - doch langsam, Stück für Stück, füllte sich auch das letzte Segment, zogen noch zwei drei ganz kurze, mit schwarzen Ballons gefüllte Schläuche als Kern in die Mitte, rückten die einzelnen Schläuche enger zusammen. Und plötzlich sah man es ganz deutlich: ein riesiges, 25 Meter breites Radioaktivitätszeichen mitten auf der Straße direkt vor dem AKW.
Zum Hintergrund der Aktion: http://www.campact.de

Samstag, 24. April 2010

Video: KETTENreAKTION 120km Tagesschau /24.4.10

Ein Ausschnitt der Tagesschau bei YouTube

Zwischen den Atomreaktorstandorten Brunsbüttel und Krümmel bildeten etwa 120 000 Menschen eine etwa 120 Kilometer lange Menschenkette, um gegen die Pläne der Bundesregierung für verlängerte Laufzeiten von Kernkraftwerken zu protestieren. Wie die Veranstalter mitteilten, wurde die Kette pünktlich um 14.30 Uhr geschlossen.

Schon am Morgen hatten sich Teilnehmer der Menschenkette in drei Sonderzügen und etwa 240 Bussen aus dem gesamten Bundesgebiet auf den Weg in den Norden gemacht. In Geesthacht sammelten sich mehrere Hundert Atomkraftgegner aus dem Wendland, die mit Traktoren und Fahrrädern aus Niedersachsen über die Elbe zum Meiler Krümmel gekommen waren. Am Mittag wurden die Demonstranten auf Sammelpunkte verteilt, um so die ganze Strecke zwischen den beiden Reaktorstandorten abzudecken. Nach Polizeiangaben verlief die Großdemonstration friedlich, es kam allerdings zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Nach dem Zusammenschluss fanden auf insgesamt sieben Bühnen entlang der Strecke Kundgebungen und Konzerte statt. So trat unter anderem der Sänger Jan Delay in Brunsbüttel auf.

Weitere große Anti-Atomkraft-Aktionen gab es auch am Kernkraftwerk Biblis in Hessen und vor dem Atommüllzwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus. Bundesweit beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter rund 146.000 Menschen.
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Im folgenden möchten wir auf einige Links verweisen. Hinter diesen Links verbergen sich Fotos und Videos, von Beginn der Verabschiedung des Krümmel-Trecks in Gorleben, bis hin zur Menschenkette am 24.4.10.

Klicken Sie auf den jeweiligen Link und die entsprechende Seite baut sich in einem neuen Fenster auf.

Fotos


Videos



Blog/Ticker

Weitere Linksammlungen im Netz


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Donnerstag, 22. April 2010

Fotos: Anti - Atom - Treck in Gorleben gestartet /21.4.10

PubliXviewinG: Anti - Atom - Treck in Gorleben gestartet
Die Bilder können honorarfrei verwendet werden. Belegexemplar oder Angabe des Links erbeten. Bitte verwenden Sie als Copyrightvermerk den in den IPTC-Daten genannten Namen. Für Texte verwenden Sie bitte das Agenturkürzel pxv

Am heutigen Mittwochmittag ist der Anti-Atom-Treck 2010 an den Gorlebener Atomanlagen verabschiedet worden: 24 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl fahren Atomkraftgegner aus ganz Norddeutschland aus Protest gegen ein mögliches Endlager im Wendland und den Weiterbetrieb der Atomanlagen zum Atomkraftwerk Krümmel (20 Gespanne aus Trecker, LKW, Anhängern und etlichen Radfahrern). Der Treck endet am 24.April vor den Toren des Pannen-Reaktors, dort findet eine große Kundgebung statt.

Die “Rote Karte” für schwarz-gelbe Atomkraftfans und Konzernvertreter fordert Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg: “Schluss mit der Atomkraft, freie Fahrt für die Regenerativen und Schluss mit Gorleben! In der Auseinandersetzung um die Atomkraft werden die außerparlamentarischen Initiativen tonangebend bleiben, die Wende in der Energiepolitik kommt aus dem Wendland.”

Kerstin Rudek, BI-Vorsitzende ergänzt: “Die Bevölkerung verlässt sich nicht darauf, dass in der Regierung schon die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Augenscheinlich werden politisch bequeme und billige Lösungen bevorzugt, auch in der Frage der Atommülllagerung. Wir kämpfen für eine lebenswerte Zukunft. Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!”

“Atomkraft ist keine Brücke sondern ein riskanter Drahtseilakt, bei dem das Risiko die Bevölkerung trägt und die Atomkonzerne den Profit einstreichen. Der wachsende Widerstand zeigt, dass diese lobbygesteuerte Atompolitik von Umweltminister Röttgen von den Menschen nicht akzeptiert wird. Die Proteste der kommenden Tage werden mit Sicherheit erst der Anfang sein,” sagte Tobias Riedl, Atomexperte bei Greenpeace. Die Bundesregierung will den bestehenden Atomausstieg aufkündigen und die Laufzeiten der Reaktoren bis zu 60 Jahre ausdehnen.

“Wer aus Tschernobyl gelernt hat, der verhindert die geplante Laufzeitverlängerung für alte AKW. Wir fordern 24 Jahre nach dem Super-GAU mit unserem Protest-Treck die Stilllegung aller Atomkraftwerke”, so Jan Becker von der Anti-Atom-Organisation contratom.

Auf der Treck-Route, die über Dannenberg, Uelzen, Lüneburg und die Elbmarsch wurden Kundgebungen, Konzerte und Camps organisiert. “Es werden Familien, Bauern, Künstler teilnehmen und mit uns gemeinsam ein Zeichen gegen Atomkraft setzen.” Am 24.4. beginnt am AKW Krümmel die “KettenReAktion”, 120km Protest über Hamburg, Brokdorf bis nach Brunsbüttel.

http://www.kruemmel-treck.de

Wolfgang Ehmke, BI Lüchow-Dannenberg, Tel. 0170 - 510 56 06
Kerstin Rudek, BI Lüchow-Dannenberg, Tel. 0160 - 159 24 73
Tobias Riedl, Greenpeace, Tel. 0171 - 88 91 096
Jan Becker, contratom, Tel. 0160 - 80 29 185

Text: http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Sonntag, 11. April 2010

Treck im April nach Krümmel / 21.4.10

In dem Jahr, in dem die ältesten Atom-Meiler Deutschlands per Gesetz vom Netz müssten, die Bundesregierung aber mit den Atomstromkonzernen über Laufzeitverlängerungen verhandelt werfen wir die Traktoren wieder an! Es wird eine kürzere aber kraftvolle Fahrt sein: Im April führt ein Anti-Atom-Treck von Gorleben, wo dem Salzstock das Los der Atommüllkippe der Nation droht, zum Atomkraftwerk Krümmel, das wegen diverser Störfälle seit Monaten still steht, aber wieder angefahren werden soll. Wir protestieren für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen - und gegen ein Atommüllkippe in Gorleben.

Proteste zum Tschernobyl-Jahrestag

Am Wochenende vor dem Tschernobyl-Jahrestag finden bundesweit große Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen für die Stilllegung aller Atomanlagen und gegen Laufzeitverlängerung statt: Ahaus - Krümmel - Biblis. Zwischen dem AKW Krümmel und Brunsbüttel wird eine Menschenkette "KettenreAktion - Atomkraft abschalten" organisiert.

Treck zum AKW Krümmel

Der Treck wird an den Atomanlagen in Gorleben starten und über Uelzen und Lüneburg, wo jeweils Aktionen stattfinden, bis vor das "Krümmel-Monster" führen. Am Mittwoch, 21.04. starten wir an den Atomanlagen Gorleben und werden am Samstag vor dem Tschernobyl-Jahrestag, am 24. April, das Kraftwerk an der Elbe erreichen.

Die Treck-Route mit Stationen

Mittwoch, 21.04.

  • 14.00 Uhr - Verabschiedung an den Atomanlagen Gorleben
    Die Route führt über Langendorf und Quickborn rund um den Verladekran
  • 17.00 Uhr - Kundgebung in Dannenberg auf dem Marktplatz, Enthüllung eines Wegweisers nach Krümmel, Tschernobyl, Asse uns Gorleben
  • 19.00 Uhr - Camp in Mützingen; Besuch sehr erwünscht, Pizza aus dem Holzbackofen

Donnerstag, 22.04.

  • 10.00 Uhr - der Treck startet nach Uelzen
  • 15.00 Uhr - Kundgebung auf dem Herzogenplatz
  • 18.00 Uhr - Camp in Klein Bünstorf mit Livemusik

Freitag, 23.04.

  • 09.30 Uhr - der Treck startet nach Lüneburg
  • 15.00 bis 18.00 Uhr - Kundgebung am Markt: poltiische Reden, Übergabe eines Wegweiser "Tschernobyl-Krümmel-Asse-Gorleben", Musik von Die Chucks (LG)
  • ab 19.00 Uhr - Camp in Erbstorf

Samstag, 24.04.

  • 08.00 Uhr - Start eines zweiten, schnellen Trecks in Metzingen / Wendland
  • 08.30 Uhr - Der Treck startet in Erbstorf nach Krümmel
  • 11.00 Uhr - Zusammenschluss von langem und schnellem Treck in Marschacht, Besuch des Tages der offenen Tür der "Bürgersolaranlage" auf der Turnhalle
  • 11.45 Uhr - gemeinsame Fahrt über die Elbbrücke durch Geesthacht zum AKW Krümmel
  • gegen 13.00 Uhr - Ankunft des Trecks am AKW Krümmel
  • ab 15.00 Uhr - Kundgebung, Konzert und Aktionen vor dem AKW Krümmel

    • politische Reden der Elterninitiative Geesthacht, BI gegen Leukämie in der Elbmarsch, BI Lüchow-Dannenberg, Greenpace, Kirchen- und Gerwerschaftsvertretern, Elbmarsch-Bürgermeister ...
    • Musik von Abi Wallenstein, Felix Meier und Le Fly
    • Übergabe eines Wegweisers "Tschernobyl-Krümmel-Asse-Gorleben" als Mahnmahl
    • Kinderfest mit der Elterninitiative Geesthacht
  • ab ca. 18.30 Uhr - Camp am AKW, mit Abendprogramm
  • Sonntag, 25.04., mittags - gemeinsame Rückfahrt Richtung Lüneburg / Uelzen / Wendland

Mobilisierung

  • Uelzen: Die BI gegen Atomanlagen lädt zu einer Infoveranstaltung im Neuen Schauspielhaus an der Rosenmauer in Uelzen am Donnerstag, 15. April ab 19.30 Uhr. Zur Einstimmung zeigen wir den Film zum Treck 2009 und danach gibt es aktuelle Infos rund um unseren Treck, beispielsweise wie Ihr Euch beteiligen könnt, die Route, Demo am 22. in Uelzen ab 15 Uhr, Camp mit Life-Musik in Klein Bünstorf ab 18 Uhr, Bus zur Demo am 24. April und Kartenvorverkauf usw..
    24.04. - Bus ab Uelzen: Anmeldungen vorab für den Bus bitte an bi-gegen-atomanlagen@gmx.net . Der Bus fährt am 24. April um 11.30 Uhr ab vom Hammersteinparkplatz zum AKW Krümmel mit Ankunft gegen 13 Uhr, die Rückfahrt ist gegen 17 Uhr geplant.
  • Lüchow-Dannenberg: Ratschlag zum Treck und weiteren Gorleben-Protesten am 10. April, 15.00 Uhr in Platenlaase

Hintergrund

Gorleben
Schwarz/gelb will Gorleben weiter auf seine Tauglichkeit zu einem Atommüllendlager erkunden. Im Oktober läuft das 10 jährige Moratorium, was die Arbeiten verbot, aus. Nun will die Regierung eine möglichst schnelle Lösung für den hochradioaktiven Abfall schaffen - ohne Standortvergleich. Als Argument für Gorleben wird angeführt, es wären bereits Milliarden verbaut. Das Gorleben als Endlager für wärmeentwickelden Atommüll untauglich ist, wissen wir seit 30 Jahren: es fehlt die Langzeitsicherheit, dass Wasser dem jahrtausende strahlenden Müll fernbleibt. Entscheidend für den Standort war damals die Nähe zur DDR - nicht geologische Kriterien. Im Salzbergwerk Asse-II erleben wir zur Zeit die Auswirkungen einer "billigen Entsorgungslösung": 126.000 Fässer mit Atommüll sollen mithilfe von Milliarden Euro wieder ausgebuddelt werden. Auch Gorleben ist ein Salzbergwerk.

Krümmel & Co.
Das Atomkraftwerk Krümmel steht stellvertretend für die alten Atomreaktoren in Deutschland: die Sicherheitstechnik stammt aus den 60er Jahren, die Entsorgungsfrage des täglich entstehenden Mülls ist völlig ungeklärt, im Nahbereich erkranken Menschen an Leukämie. Allein aus Profitinteressen sollen die alten Meiler länger am Netz bleiben.

Wir fordern: Keine Laufzeitverlängerung! Projekt Gorleben stoppen! Atomanlagen stilllegen!


widerstand unterweX - antiAtom Treck – nach Krümmel
Wollen wir eine Zukunft mit Atom -Bombe? -Müll? -Strom?

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung über diese Frage ist neu entbrannt. Unser Nein! dazu bekräftigen wir in diesem Jahr bei vielen Gelegenheiten. Am Jahrestag der Reaktorkatastrophe rufen wir auch die Erinnerung an Tschernobyl ins allgemeine Kurzzeitgedächtnis zurück.

Der Super-GAU in der Ukraine hat vor Augen geführt, dass Atomkraft Regionen unbewohnbar macht; die Wolke hat das Bewusstsein geschärft, wie grenzenlos diese Technologie Menschen um Leben und Gesundheit bringt.

24 Jahre ist das jetzt her. Die Gefahren sind nicht geringer geworden - im Gegenteil. Hautnah erleiden das zum Beispiel die Menschen im Umkreis des AKW Krümmel, deren Kinder an Leukämie erkranken. Und tagtäglich erfahren wir von Störfällen in Atomanlagen, deren Brisanz und Gefährdungspotential von den Betreibern heruntergespielt und schöngeredet wird. Es hat mehr mit Glück zu tun als mit Verstand, dass Störfälle in Atomkraftwerken wie Brunsbüttel und Krümmel sich nicht zu vergleichbaren Havarien wie in Tschernobyl ausgeweitet haben.

Das alles ist bekannt. Dass aus diesem Wissen um die Gefahren auch für zukünftige Generationen nicht die einzig logische Konsequenz gezogen wird, macht die menschenverachtende Logik der Kapitalverwertung deutlich, die wirtschaftliche Interessen von einigen über ein gutes Leben für alle stellt. So ist es nicht verwunderlich, wenn jetzt um Laufzeitverlängerungen gefeilscht wird, auch wenn das eine massiver Erhöhung des Gefährdungsrisikos bedeutet und den Atommüllberg ins Unermessliche wachsen lässt. Und das, obwohl alle - spätestens seit den Enthüllungen über die katastrophalen Zustände im Atommülllager Asse - wissen, dass es keine sichere Abschirmung des radioaktiven Mülls von der Biosphäre geben kann. Geht es doch gerade um diese Extraprofite, die durch eine Verlängerung der Betriebsdauer bereits abgeschriebener Anlagen ins Gigantische wachsen und mühelos eingestrichen werden können.

Trotz der immer offensichtlicher zu Tage tretenden Krise dieses Systems soll alles so weitergehen wie bisher. Auch in der Energiepolitik. Noch in diesem Jahr sollen die AKW Brunsbüttel und Krümmel nach monatelangen, durch schwerwiegende Störfälle notwendigen Reparaturarbeiten wieder ans Netz. Und sogar die Uralt-AKWs wie Biblis und Neckarwestheim, die ihre ohnehin viel zu langen Fristen aufgebraucht haben, sollen nach dem Willen der Stromriesen weiter betrieben werden. Dabei ist klar: selbst die modernste Atomanlage ist eine Zeitbombe und darf nicht weiterticken!

Nicht mit uns!
Wir fordern: Alle 17 Risikomeiler stilllegen!
Abschalten und Umdenken - sofort und weltweit!

Mit dieser klaren Botschaft werden sich am 21. April Menschen aus dem Wendland in Bewegung setzen. UnterweX nach Krümmel wollen wir auf vielfältige Weise unser entschiedenes Nein zur Atomkraft öffentlich sichtbar und hörbar machen. On the road again! und mit viel Spaß und Ernst unserem Ziel entgegen.

Mit Kutsche oder Fahrrad, Motorrad oder auch dem ein oder anderen Traktor, auf Inlinern oder Joggingschuhen brechen wir auf zu einer großen antiAtom-Demonstration am 24. April vor dem Leukämie-Reaktor an der Elbe. Einige werden auf dem Rücken ihrer Pferde durch Wiesen, Felder und Wälder ziehen. Andere legen die knapp 60 Flusskilometer auf der Elbe zurück.

Haben wir noch eine Idee vergessen? Du kannst sie verwirklichen! Aber vergiss nicht, Bescheid zu sagen, wo und wie Du Dich auf den Weg machst. Denn wichtig ist, dass die Kameraleute die Chance bekommen, ein großes Bild davon in die Welt zu schicken, das so bunt und vielfältig ist wie der Widerstand.

Energiepolitik wird hier verhandelt!

Quelle: http://www.contratom.de

Freitag, 9. April 2010

Video: Krümmel - Protestaktion gegen Trafotransport zum AKW /31.3.10

Ein Video von Graswurzel-tv bei YouTube

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 2.48min
Team: Kina Meyer, Marco Kühne, Mischa Karafiat
Schnitt: Kina Meyer, Marco Kühne


30.03.2010 Am gestrigen Abend wurde die Anlieferung eines neuen Transformators für das Atomkraftwerk Krümmel von Atomkraftgegnern verzögert: Auf der letzten 3,5 km langen Etappe zum Kraftwerk setzten sich Aktivisten auf die Straße, kurz vor dem Ziel ketteten sich zwei AKW-Gegner unter dem Tieflader an.

Der Protest richtete sich gegen das Wiederanfahren des Reaktors an der Elbe.
Das Video bei Graswurzel.tv
Als Flash - Video anschauen. (12,25 MB)

Als Quicktime - Video herunterladen. (12,25 MB)

Als Quicktime - Video anschauen. (12,25 MB)

http://www.graswurzel.tv/ will komplett unabhängig von herkömmlichen medialen Strukturen arbeiten und informieren. Sie verstehen ihre Arbeit als alternativen Journalismus, der sich die Möglichkeiten der modernen Berichterstattung via Internet zu Nutze macht. Eine möglichst breite Vielfalt ihrer Filme und Fotos ist graswurzel.tv dabei wichtig.
Sie wollen keinen Sensationsjournalismus abliefern, der den Protest pauschalisiert und vereinfacht, sondern ihn aus der Sicht der Bewegung wiedergeben.

Mittwoch, 31. März 2010

Menschenkette, Du in der Hauptrolle eines Films/ 24.4.10

In einem Monat, am Samstag den 24. April soll die größte Anti-Atom-Aktion des Jahres stattfinden: Eine 120 Kilometer lange Aktions- und Menschenkette gegen eine Aufkündigung des Atomausstiegs - vom Pannenreaktor Krümmel über Hamburg bis zum Schrottreaktor Brunsbüttel.

Um viele Menschen zu motivieren, sich in die Menschenkette einzureihen, hat campact einen individualisierbaren Kurzfilm gedreht, der innerhalb weniger Tage bereits von über 60.000 Menschen angesehen wurde:
http://younuke.de/

Lade deine Freunde auf eine ganz spezielle Art ein, an der Kettenreaktion teilzunehmen. Am Ende des Films hast Du die Möglichkeit dein E-Mail-Adressbuch nach Freunden, Verwandten und Bekannten zu durchsuchen. Nachdem die Namen und E-Mail-Adressen in die Website eingetragen sind klicks Du auf (Abschicken).

Die eingetragenen Namen bekommen nun in Kürze eine E-Mail mit einer Einladung und einem Link zu ihrem individuellem Video. Probiere es aus, es macht Spass
Wir sehen uns zwischen Krümmel und Brunsbüttel.

Donnerstag, 4. März 2010

Mit dem Sonderzug zur Menschenkette am 24.04.10






Werde Teil der großartigen KettenreAktion 2010!

Für das bundesweite Widerstandswochenende KettenreAktion 2010 am 24.04. wird die Anti-Atom-Gruppe Bonn wieder die Sonderzüge rollen lassen. Mit Partywagen für Musik, Aktionsvorbereitungen und Biocatering. Und diesmal durch die ganze Republik!
Sonderzüge die in der Hauptstadt Berlin, dem wunderschönen Dresden, sowie Augsburg und Kassel starten machen sich zur spektakulären Menschenkette in den Norden auf, während der Anti-Atom-Express im Südwesten Aktivisten, Solarfans und Atomkraftgegner zur Umzingelung des AKWs Biblis bringt.
Für ein kraftvolles Zeichen! Für Erneuerbare Energien! Für die Abschaltung aller Atomanlagen! Für einen unvergesslichen Tag!
Wie das?
Nur mit deiner Hilfe. Durch dich, deine Freunde, deine Familie und deine Bekannten wird die Anti-Atom-Bewegung Flagge zeigen und der Atomkraft Beine machen... aber:

DEADLINE ist der 21.März. Bis dahin zählt jede einzelne Buchung. Und DU entscheidest!

Berliner Anti-Atom-Express zur Menschenkette in den Norden:
Berlin-Ost – Berlin-Hbf. – Berlin-Zoo – Berlin-Spandau – Elmshorn
und
Dresdener Anti-Atom-Sonderzug zur Menschenkette in den Norden:
Dresden – Leipzig (Messe) – Halle – Magdeburg – Pinneberg

Bitte leite diese Mail weiter, damit möglichst viele Menschen in deiner Umgebung mobilisiert werden. Alle weiteren Infos findet ihr auf unserer Website. Danke für deine Hilfe!

Eure Anti-Atom-Gruppe Bonn
P.S.: Mit der Buchung von Kartenkontingenten für dich und deine Organisation gibst du der KettenreAktion 2010 einen richtigen Schub.

KettenreAktion Bonn - AntiAtomBonn e.V.
www.antiatombonn.de
kettenreaktion2010@antiatombonn.de
Ansprechpartner: Sven Brieger
Fon 0228 - 53 88 39 88
Fax 0228 - 53 88 39 89
Alte Bahnhofstr. 20
53173 Bonn- Bad Godesberg
Bürozeiten: Mo bis Fr: 16:00-18:00 Uhr

Sonntag, 7. Februar 2010

KettenreAktion: Atomkraft abschalten! Menschenkette 24.04.10

Mitmachen
KettenreAktion: Atomkraft abschalten!
24. April: Aktions- und Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel

Am Samstag, den 24. April 2010, wird es unter dem Motto "KettenreAktion: Atomkraft abschalten!" die große Anti-Atom-Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel und durch Hamburg geben. Zigtausende werden auf ca. 120 Kilometern ein starkes Zeichen für das Ende der Atomenergie und eine zukunftsfähige, ökologische Energiewende setzen. .ausgestrahlt erreichen viele Fragen, besonders dazu, wie die Kette unterstützt werden kann. Wir haben noch nicht auf alle Fragen Antworten - zusammen mit anderen Organisationen arbeitet .ausgestrahlt unter Hochdruck an der Feinplanung und der Umsetzung. Viele Details sind zu klären.

Zu .ausgestrahlt (klick)

120 km Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel /3.02.10

Atomkraftgegner machen mobil
Vor den NRW-Landtagswahlen soll eine Menschenkette zwischen den AKWs Brunsbüttel und Krümmel gegen die geplante Laufzeitverlängerung protestieren.

An die großen Protestaktionen gegen die Atomkraft der 70er und 80er Jahre wollen nun Atomkraftgegner anschließen und rufen für den 24. April dazu auf, eine Menschenkette zwischen den seit zwei Jahren vom Netz genommenen Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel zu bilden. 120 km lang wäre die auch mitten durch das schwarz-grün regeierte Hamburg führende Menschenkette, wenn die Mobilisierung denn gelingt. Mindestens 24.000 Menschen wäre dazu notwendig.

Die politisch geschickt vor den Wahlen in Nordrhein-Westfalen platzierte Demonstration soll in erster Linie den Weiterbetrieb der beiden Pannenreaktoren verhindern, aber es geht vor allem auch bundespolitisch gegen die von der schwarz-gelben Regierung geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftewerke. Im Aufruf heißt es: "Wir stehen am energiepolitischen Scheideweg: Wird weiter auf Dinosauriertechnologien gesetzt - oder konsequent auf Erneuerbare Energien umgestiegen. ... Wir wollen raus aus einer Technologie, die ein verheerendes Unfallrisiko birgt, den Ausbau Erneuerbarer Energien blockiert und Tausenden Generationen tödlichen Atommüll aufbürdet. Die Skandale um die Endlagerstandorte Asse und Gorleben zeigen: Das Problem des Jahrmillionen strahlenden Mülls ist völlig ungelöst."

Auch vor dem hessischen Biblis und dem nordrhein-westfälischen Ahaus sollen Proteste stattfinden. KettenreAktion: Atomkraft abschalten! ist Motto der Protestaktion, zu der ein breites Bündnis aufgerufen hat, interessanterweise finden nun Grüne, Linke und SPD hier zusammen. Daneben rufen auf die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, der ASSE-II-Koordinationskreis, Attac Deutschland, .ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie, der Bund für Umwelt- und Naturschutz, der Bundesverband Erneuerbare Energie, Campact oder die Deutsche Umwelthilfe.

Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt, ist sich sicher, dass "eine Mehrheit der Bevölkerung den Ausstieg aus dieser Risikotechnologie (will) - besser heute als morgen." Für Thorben Becker, Energieexperte des BUND, geht es um eine Grundsatzentscheidung: "Entweder setzt Deutschland weiter auf die gefährlichen Dinosauriertechnologien der Vergangenheit oder konsequent auf Erneuerbare Energien. Statt die Laufzeiten der Reaktoren zu verlängern, müssen diese endlich vom Netz, damit der Weg frei wird für sauberen Strom."
Florian Rötzer 03.02.2010
Quelle: Telepolis

Treck am 21.April nach Krümmel, Menschenkette /1.02.10

Umweltschützer aus dem Wendland wollen wiederholt mit einem großen Treck gegen Atomkraft in der Bundesrepublik protestieren.

Wie die Bürgerinitiative (BI) Lüchow-Dannenberg am Montag dieser Woche erklärte, wollen die entsprechenden Demonstranten am 21. April diesen Jahres mit Traktoren, Fahrrädern, Motorrädern und Rollschuhen von der norddeutschen Stadt Gorleben aus zum Atomkraftwerk Krümmel in dem Bundesland Schleswig-Holstein starten.

Dort sei am 24. April des laufenden Jahres eine entsprechende Kundgebung geplant. Auch unterwegs wollen die zahlreichen Atomkraftgegner in mehreren Städten Kundgebungen abhalten.

Ebenfalls am 24. April planen Umweltorganisationen und Parteien aus der Bundesrepublik Deutschland eine ziemlich genau 120 Kilometer lange Kette aus Menschen von Krümmel in die Stadt Brunsbüttel. Beide Atomkraftwerke sind seit mehr als sechs Monaten nach Pannen und vergeblichen Reparaturversuchen abgeschaltet.
Quelle: http://www.die-newsblogger.de

Montag, 31. August 2009

Video: Die Lüge vom sicheren Endlager /27.08.09

Dieses Video bei YouTube

oben: Ein Video von PANORAMA 9:20min.

Ein Film des NDR PANORAMA vom 27.08.09, 9.20min
Bericht: Christoph Lütgert, Tina Roth
Kamera: Maik Bläsche, Heinrich Heidemann
Schnitt: Steven Wilhelm

Wahlkampf in Deutschland. Nach kuscheligen Koalitionszeiten sind den Politikern von CDU und SPD scheinbar die kontroversen Themen ausgegangen. Was bleibt ist der Streit um die Atomenergie.

Im Lagerwahlkampf um den Ausstieg aus dem Ausstieg bleibt die Union ihrer kernpolitischen Tradition treu: Ja zur Atomkraft, Augen zu und durch. Auch wenn noch immer nicht entschieden ist, wo der radioaktive Müll am Ende gelagert wird. Nach dem Willen von Union und Atomindustrie soll in Gorleben nach wie vor ein Endlager entstehen. Alle Einwände renommierter Wissenschaftler, die den Salzstock für ungeeignet halten, werden missachtet.

Die Endlager Asse und Morsleben gelten schon heute als nukleare Zeitbomben. Diese Geschichte droht sich in Gorleben zu wiederholen.

Zum Beitrag auf der Seite des NDR: klick

Dienstag, 14. Juli 2009

"Mir egal" zur Bundestagswahl? BUND veröffentlicht Anti-Atom-Spot /9.07.09

Die Diskussion über die Krümmel-Pannenserie und die Schwachstellen und Mängel in vielen deutschen Atomkraftwerken zeigen: Atomkraft ist zum zentralen Wahlkampfthema geworden. Die Atomlobbyisten fordern längere Laufzeiten für die veralteten und gefährlichen Atomreaktoren, reden die Gefahren klein und versuchen, Atomkraft als Beitrag zum Klimaschutz zu verkaufen.

Der BUND hat jetzt eine filmische Antwort auf diese Verdrehungen veröffentlicht: den Videospot "Mir egal". Der 40-Sekünder greift die Gefahren der Atomkraft auf und spitzt sie drastisch zu: Ein Anti-Atom-Spot mit Kult-Potenzial.


Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz

Campact: Atomkraft krümmelt! /7.07.09

Atomkraft krümmelt!
Der schwere Störfall im AKW Krümmel zeigt: Die Risikotechnologie ist nicht beherrschbar. CDU/CSU und FDP müssen jetzt einen Kurswechsel vornehmen: Krümmel muss endgültig vom Netz und der Atomausstieg möglichst schnell umgesetzt werden! Unterzeichnen Sie den Appell!

Liebe Leser,

die jüngsten Ereignisse im Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg sind schockierend: Zwei Jahre lang hatte der Reaktor nach einem hochgefährlichen Transformatorbrand stillgestanden, damit der Betreiber Vattenfall die Ursache behebt. Nur gut zwei Wochen nach der Wiederinbetriebnahme ereignet sich der gleiche Fehler noch einmal. Der Reaktor muss notabgeschaltet werden. Dabei versagen diverse Sicherungssysteme. Zudem wird versäumt, die zuständige Aufsichtsbehörde zu informieren.

Seitdem ist die öffentliche Debatte um die Sicherheit der Atomkraft neu entbrannt. CDU/CSU und FDP geraten kurz vor der Bundestagswahl mit ihrer Forderung nach einer Aufkündigung des Atomausstiegs in die Defensive. Jetzt müssen sie einen Kurswechsel vornehmen: Krümmel muss vom Netz und der Atomausstieg möglichst schnell umgesetzt werden!

Unterzeichnen Sie unseren Appell an Merkel, Seehofer und Westerwelle!

Der Störfall zeigt erneut: Das Unfallrisiko der Atom-Technologie ist nicht beherrschbar. Krümmel sticht unter den deutschen AKWs in puncto Pannenanfälligkeit besonders heraus. Auf über 300 meldepflichtige Ereignisse hat es der Reaktor schon gebracht - eines jeden Monat. Traurige Berühmtheit erlangte auch die signifikante Häufung von Leukämie-Fällen bei Kindern rund um den Reaktor.

Die schleswig-holsteinische Sozialministerin Gitta Trauernicht - zuständig für die Atomaufsicht - traute sich bisher nicht, dem Vattenfall-Reaktor die Betriebsgenehmigung zu entziehen. Jetzt will Bundesumweltminister Gabriel endlich durchgreifen und die Überwachung zur Bundessache machen. Aber Kanzlerin Merkel verkündete bereits, dass sie keinen Handlungsbedarf sieht. Sie hält an der Forderung nach längeren Laufzeiten fest.

In knapp drei Monaten wird der neue Bundestag gewählt. Wir müssen diese Zeit nutzen, um CDU/CSU und FDP jetzt zum Umdenken in der Atompolitik zu bewegen. Nach der Wahl und im Falle ihres Wahlsiegs wird dies nur mit doppeltem Aufwand möglich sein.

Unterzeichnen Sie unseren Appell!

Was sonst bei Campact passiert, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.

Mit freundlichen Grüßen
Campact.de

Blackbox im AKW Krümmel war außer Betrieb /5.07.09

Der Störfall im Atomkraftwerk Krümmel – der zweite innerhalb von wenigen Tagen – ließ nicht nur Hamburg im Chaos versinken, sondern heizt auch den Streit um den Atom-Ausstieg gewaltig an. Die Ursache der Panne wurde noch immer nicht geklärt. Nach Informationen von WELT ONLINE war die Blackbox des AKWs ausgeschaltet.

Audio-Aufzeichnungen aus der Leitwarte des Atomkraftwerks Krümmel hätten Aufschluss über die Umstände der Schnellabschaltung des Reaktors am vergangenen Samstag bringen können. Die von der Aufsichtsbehörde vorgeschriebenen Mikrofone waren jedoch nach Informationen von WELT ONLINE außer Betrieb.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein hatte am 19. Juni als zuständige Aufsichtsbehörde „kontinuierliche Audioaufzeichnungen auf der Hauptwarte“ des Kernkraftwerks Krümmel angeordnet.

Die Mikrofonanlage – in etwa vergleichbar mit dem Flugschreiber („Blackbox“) im Cockpit eines Flugzeugs – sollte aus Sicht des Ministeriums „belastbare, schnellere und vereinfachte Aufklärung von Ereignisabläufen“ bringen. Die Audioaufzeichnungen wurden dem Krümmel-Betreiber Vattenfall Europe zur Auflage gemacht, bevor das Atomkraftwerk wieder angefahren werden dürfe.

Vattenfall hatte allerdings gegen die Audio-Aufzeichnungen eine Klage beim Oberverwaltungsgericht Schleswig eingereicht. Die Klage ist dort derzeit noch anhängig. Die Mikrofon-Anlage, mit deren Installation Vattenfall gleichwohl begonnen hat, war deshalb am vergangenen Samstag noch nicht in Betrieb.

Das bestätigten auf Nachfrage von WELT ONLINE Mitarbeiter von Vattenfall Europe ebenso wie ein Sprecher des Aufsicht führenden Ministeriums in Kiel. Vattenfall habe allerdings angekündigt, „über die Nutzung der Anlage kurzfristig Umsetzungsvorschläge vorzulegen“, hieß es in Kiel.

Nach der Panne war es zu schweren Störungen im Stromnetz von Teilen von Schleswig-Holstein und Hamburg gekommen. So fielen die meisten Ampeln der Hansestadt aus. Die Hamburger Wasserwerke berichteten, es seien große Schäden im Leitungsnetz entstanden, weil sich Pumpen nach dem Ausfall plötzlich wieder einschalteten. Vattenfall sagte, darüber sei nichts bekannt. Beschwert hätten sich aber etwa Einkaufszentren und Industriebetriebe.

Die schleswig-holsteinische Sozialministerin Gitta Trauernicht drängte Vattenfall zu weitreichenden Konsequenzen. Die für die Atomaufsicht zuständige SPD-Politikerin verlangte, Bauteile im Zweifelsfall komplett zu erneuern, statt nur zu reparieren.

Umweltminister Sigmar Gabriel verwies in mehreren Zeitungsinterviews darauf, dass die Ursachen der Schnellabschaltung wie bei früheren Störfallen in der Elektronik des AKW zu suchen seien. Er werde „über die Atomaufsicht des Bundes prüfen lassen, ob es in anderen deutschen Kraftwerken ähnliche Probleme mit der Elektronik gibt“.
Die Entscheidung über die Zukunft des Reaktors wolle er künftig selbst treffen, betonte der Minister: „Wir sind uns einig, dass ein Wiederanfahren des Reaktors nur nach vorheriger Zustimmung der Bundesaufsicht erfolgen wird.“ Formal üben die Länder die Atomaufsicht aus. Der Bund hat ihnen gegenüber jedoch ein Weisungsrecht.

Die Union rief der SPD-Politiker zu einem Politikwechsel auf: „Ich fordere Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Interesse der Sicherheit der Bürger auf, ihren Kurs aufzugeben“, sagte Gabriel. Die jüngsten Vorfälle in Krümmel bewiesen, dass eine Laufzeitverlängerung für ältere Kraftwerke unverantwortlich sei.
Unionsfraktionschef Volker Kauder wies die Forderung Gabriels zurück. „So lange Kernkraftwerke sicher sind, sollen sie auch laufen können“, sagte der CDU-Politiker dem „Hamburger Abendblatt“. Gabriels Forderung führe nur zu einer weiteren Erhöhung der Strompreise.

Die Grünen-Chefin Claudia Roth verlangte eine umfassende Aufklärung des Vorfalls. Ebenso wie mehrere Umweltorganisationen forderte sie, das AKW endgültig abzuschalten.
Quelle: Welt online

Chronik: Pannenserien in Krümmel und Brunsbüttel /5.07.09

Pannen, Komplikationen und sogar ein Brand - die beiden Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel bei Hamburg machen immer wieder Negativschlagzeilen gemacht. Nachfolgend eine Chronik der wichtigsten Ereignisse der letzten beiden Jahre

28. Juni 2007: Die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel werden nach Zwischenfällen per Schnellabschaltung vom Netz genommen. Um 13.10 Uhr gibt es in Brunsbüttel einen Kurzschluss. Um 15.02 brennt in Krümmel nach einem Kurzschluss ein Transformator. Es wird keine radioaktive Strahlung gemessen.
29. Juni: Entgegen ersten Angaben von Vattenfall ist der Brand in Krümmel noch nicht gelöscht. Die Staatsanwaltschaft Lübeck übernimmt die Ermittlungen. Der TÜV erklärt, es habe am Vortag auch in Brunsbüttel gebrannt.
30. Juni: Das AKW Brunsbüttel wird wieder angefahren. In Krümmel wird der Transformator weiter gelöscht und gekühlt.
1. Juli: Brunsbüttel geht wieder ans Netz.
2. Juli: Gutachter untersuchen ausgebrannten Transformator in Krümmel.
3. Juli: Die Kieler Aufsichtsbehörde berichtet von drei Störungen, die Vattenfall bisher nicht veröffentlich hat.
4. Juli: Vattenfall bestätigt Auffälligkeiten bei der Abschaltung in Krümmel.
5. Juli: Das Bundesamt für Strahlenschutz wird über die Zwischenfälle informiert.
6. Juli: Vattenfall gibt die erste Pressekonferenz nach den Zwischenfällen und räumt Fehler in der Kommunikation und weitere Komplikationen ein. Es wird bekannt, dass Rauch in der Reaktorwarte war.
9. Juli: Brunsbüttel muss nach der Entdeckung einer erhöhten Wasserstoffkonzentration auf 25 Prozent heruntergefahren werden, damit die betroffenen Leitungen durchgespült werden können.
10. Juli: Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert erstmals öffentlich Aufklärung. Vattenfall berichtet von einem weiteren meldepflichtigen Ereignis in Krümmel. Falsche Dübel wurden gefunden.
13. Juli: Die Staatsanwaltschaft Lübeck kommt mit einem Durchsuchungsbefehl nach Krümmel und befragt den Reaktorfahrer. Das AKW Brunsbüttel wird nach der Spülung eines Messsystems wieder hochgefahren.
16. Juli: Vattenfall entlässt den Geschäftsführer seiner Atomsparte, Bruno Thomauske.
18. Juli: Brunsbüttel wird zum dritten Mal in vier Wochen heruntergefahren und bleibt fortan vom Netz. Auslöser waren Auffälligkeiten in Ölkreisläufen. Der Vorstandschef von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher, tritt zurück.
11. Oktober: Die Atomaufsicht erklärt, dass beide Meiler 2007 nicht mehr ans Netz gehen. 12. November: Neue Risse und ein Leck werden im AKW Brunsbüttel entdeckt.
19. November: In Brunsbüttel wird ein Defekt an einer Pumpe festgestellt.
15. Januar 2008: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) beklagt gravierende Sicherheitsmängel in Brunsbüttel. Ein Bericht aus dem für Reaktorsicherheit zuständigen Sozialministerium weise nicht abgearbeitete Mängel in der Notstromversorgung des Meilers aus.
16. Januar: Das Oberverwaltungsgericht in Schleswig weist eine Klage des Betreibers Vattenfall ab, mit der die Laufzeit des AKWs Brunsbüttel hätte verlängert werden sollen.
4. Februar: Gut sieben Monate nach dem Brand in Krümmel gibt es erneut ein Feuer in dem AKW - diesmal handelt es sich um einen Schwelbrand am Filter einer Lüftungsanlage.
15. Februar: Ein Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen löst auf dem Gelände des AKW Brunsbüttel eine Störungsmeldung aus. Ursache ist offenbar ein technischer Defekt in einem Druckschalter am äußeren Deckel des Behälters.
20. Februar: Funktionsstörung an einer Notstromschiene in Brunsbüttel.
4. April: Das abgeschaltete AKW Brunsbüttel bleibt laut Vattenfall voraussichtlich doch länger am Netz als ursprünglich geplant. Wegen des Stillstands des Meilers reiche die Restrommenge mindestens bis Anfang 2010.
11. Juni: Bei einer Prüfung wird in Brunsbüttel ein Defekt in einem Feuerlöschsystem festgestellt.
19. Juni 2008: Das schleswig-holsteinische Sozialministerium erteilt die Zustimmung zum Wiederanfahren des AKW Krümmel. Bis das Kraftwerk wieder seine volle Leistung erreicht, werden aber mehrere Tage vergehen.
1. Juli: Nur eine Woche nach dem Wiederanfahren geht Krümmel wegen Problemen mit der Turbine für einige Zeit vom Netz. Danach läuft das Kraftwerk nur mit halber Kraft. Weitere technische Probleme werden bekannt.
3. Juli: Der reparierte Transformator wird am Abend wieder in Betrieb genommen werden.
4. Juli: Wegen einer Störung in einem der beiden Maschinentransformatoren geht Krümmel per Schnellabschaltung vom Netz.
Quelle: pr-inside

Freitag, 19. Juni 2009

AKW Krümmel darf Wiederanfahren - Atomkraftgegner protestieren am 3.07.09

AKW Krümmel erhält Genehmigung zum Wiederanfahren - Atomkraftgegner kündigen Proteste an

Aus Medienkreisen ist soeben bekannt geworden, dass der Betreiber des Atomkraftwerk Krümmel, Vattenfall, die Zustimmung zum Wiederanfahren des Reaktors erhält. Der Zeitpunkt für das Wiederanfahren ist noch nicht bekannt. Atomkraftgegner wollen morgen abend (Samstag, 20. Juni), ab 18.00 Uhr vor dem Kraftwerk in Krümmel eine Mahnwache abhalten.

Am Freitag, 03.07. ist eine weitere große Protestaktion, die Krümmel-Blockade geplant, zu der neben hunderten Atomkraftgegnern auch Bauern aus dem Wendland erwartet werden.

Wir sind zutiefst von allen Verantwortlichen enttäuscht: Kein Leukämiefall in der Elbmarsch ist offiziell aufgeklärt´, so Jan Becker von der norddeutschen Initiative contratom.

In Krümmel gab es seit der Inbetriebnahme im September 1983 über 300 kleine und große Störfälle. In den letzten zwei Jahren, während der Meiler für die Reparatur nach dem Transformatorbrand abgeschaltet war, wurden weitere zahlreiche Defekte gefunden. Unter Anderem mussten nicht genehmigte Dübelverbindungen ausgetauscht werden, ´eine Antwort, warum diese überhaupt eingebaut werden konnten, wurde der Öffentlichkeit nie gegeben.´

Und nun wird wieder so getan, als sei alles in bester Ordnung. ´Doch das Gegenteil ist der Fall´, so Becker abschließend. ´Wir werden ein deutliches Zeichen gegen die Wiederinbetriebnahme und für die Stilllegung aller Atomanlagen setzen!´.

Beginn der Protestaktion am 03. Juli ist 14.00 Uhr, es soll mit Traktoren und einer Menschenblockade das Haupttor des AKW Krümmel dichtgemacht´ werden.

weitere Informationen: www.contratom.de/kruemmel

Montag, 9. März 2009

"Krümmel bleibt aus", Aktion am 26.04.09

Fotobericht des Protestes bei subkontur

Anlässlich des Tschernobyl-Jahrestages ruft die Anti-Atom-Bewegung für Sonntag, 26. April 2009, zur Kundgebung und Aktionen vor dem AKW Krümmel bei Hamburg auf. Motto: "Krümmel bleibt aus!"
Zeitgleich gibt es für den Süden eine Großkundgebung vor dem AKW Neckarwestheim. In Münster (Westen) wird bereits am Samstag, 25.4. demonstiert.
Die Aktion in Krümmel wird also die zentrale Veranstaltung in Norddeutschland sein. Damit wir auch mit der Teilnehmerzahl ein deutliches Zeichen setzen, sind wir dringend auf Eure Unterstützung angewiesen:

- Veröffentlicht den Termin möglichst rasch in Euren Publikationen und auf Euren Internetseiten.
- Organisiert Busse (aus dem Wendland und Uelzen fahren bereits welche)
- Unterstützt uns wenn möglich auch mit Geld, damit wir ausreichend Flyer und Plakate drucken können. Wenn ihr große Stückzahlen gebrauchen könnt, bestellt diese möglichst rasch.
- Ihr könnt natürlich auch mit eigenen Plakaten und Aufrufen unser gemeinsames Anliegen verbreiten.

Ab Hamburg-Bergedorf wird es eine Fahrraddemo nach Krümmel geben. Sammeln in Bergedorf 12 Uhr / Abfahrt 12:30. Gleiches ist für Lüneburg in Planung. Wir überlegen die Dampflok "Caroline" zu chartern, um noch mehr Menschen die Anreise ohne PKW ab HH-Bergedorf zu ermöglichen. Auch hierfür brauchen wir noch Gelder.
Der Vorbereitungskreis trifft sich wieder Dienstag, 10.3.09 um 19 Uhr im Archiv Aktiv, Normannenweg 19-21, 20537 HH (Eingang über den Innenhof) Zu diesem Treffen seid Ihr natürlich herzlich eingeladen.

Die derzeit an der Vorbereitung beteiligten Gruppen sind:
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg
Elterninitiative Geesthacht / BUND Geesthacht
Bürgerinitiative gegen Leukämie in der Elbmarsch
.ausgestrahlt / X-tausendmal quer Hamburg
Anti Atom Büro Hamburg / Bürgerinitiative Bergedorf
BUNDJugend Hamburg / contrAtom / Öko AG attac Hamburg
Greenpeace Gruppe Hamburg / AKW Brunsbüttel stilllegen

Wir hoffen auf Eure Unterstützung!
Jürgen Fahrenkrug

aus dem gemeinsamen Büro von
X-tausendmal quer & .ausgestrahlt
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Normannenweg 19-21, 20537 Hamburg
Tel. 040 - 401868-48 / Fax -47
info(ät)ausgestrahlt.de

Fotobericht des Protestes bei subkontur

Freitag, 28. März 2008

Video: Der Störfall - Was geschah wirklich in den AKWs von Vattenfall? /28.03.08



ein Film von Klaus Martens WDR 2007, 45min.

Gleich zwei Notabschaltungen an einem Tag, das hatte es in der Geschichte der Atomkraftwerke in Deutschland noch nicht gegeben. Vertrauliche Protokolle und Dokumente über den Umgang mit den beiden "Störfällen" in Wirtschaft und Politik zeigen, was seit jenem Nachmittag geschah. An diesem Donnerstag im Jahre 2007 passiert in gleich zwei Atomkraftwerken etwas, das zunächst wie ein Desaster nur für den Betreiber Vattenfall aussieht. Aber der Brand im Maschinentransformator AT 01 des AKW Krümmel und der Kurzschluss in einer Schaltanlage des AKW Brunsbüttel hatten viel mehr Konsequenzen als nur die Schnellabschaltung beider Atommeiler: Ein GAU der ganz besonderen Art nimmt seinen Lauf, der "VattenFall" beginnt. Dabei lief es seit einiger Zeit wieder ganz gut für die Betreiber der Kernenergie: Großangelegte Image-Kampagnen für "saubere Kernenergie" wurden positiv flankiert von der allgemeinen Co2-Diskussion.