Samstag, 15. August 2009

Atom-Transport aus Sellafield über Cuxhaven/ 13.08.09

Aus Sellafield über Cuxhaven nach Grohnde
Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren sollen wieder plutoniumhaltige Brennelemente aus der umstrittenen Wiederaufbereitungsanlage im englischen Sellafield nach Deutschland gebracht werden. Offenbar im September soll die brisante Fracht über den Cuxhavener Hafen angelandet werden. Der Hafen sei dafür gut geeignet und in der Vergangenheit auch schon genutzt worden, heißt es aus der Hafenverwaltung.

Von Cuxhaven aus soll das chemisch aufbereitete radioaktive Material zum Atomkraftwerk Grohnde weitertransportiert werden. In Cuxhaven sorgt der Transport für Aufregung, wie Nordwestradio-Reporter Dirk Bliedtner berichtet.

Aufregung um Atomtransporte in Cuxhaven , [3:33] Flash Audio
Quelle: Radio Bremen

Montag, 10. August 2009

Video: Lebenslaute-Konzert auf dem geplanten Endlager Gorleben -

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oben: Ein Video von Graswurzel TV 4:38min.

Klassische Musik gegen Atomenergie: Bepackt mit Instrumenten und Notenständern sind am Samstag 60 MusikerInnen der Aktionsgruppe „Lebenslaute" (http://www.lebenslaute.net/)auf das Gelände des geplanten Atommüll-Endlagers in Gorleben vorgedrungen. Unter dem Motto A-Moll statt A-Müll protestierten sie mit Musik von Haydn bis Bon Jovi gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken und die Müllkippe Gorleben.

"Die Atomlobby will den Ausbau Gorlebens zum Endlager fortsetzen, obwohl spätestens die Skandale um das Salzbergwerk Asse deutlich gemacht haben, dass auch Gorleben nicht sicher ist", erklärt Lebenslaute-Sprecherin Katja Tempel. Der musikalische Protest fordert eine Stilllegung der Atomkraftwerke und den Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Während Gorleben in Sachen Protest schon vieles gesehen hat bekommt der Standort mit zivilem Ungehorsam im Konzert nun auch mal wieder etwas zu hören. "Musik ist Ausdruck der Lebensenergie verschiedener Generationen", sagt Aktivistin Katharina Dehlinger. Aktionen nach Noten fügen sich für die Gruppe deshalb harmonisch in das breite Spektrum des kreativen Widerstands im Wendland ein.

Am 29. August spielt in Gorleben ebenfalls die Musik: Diesmal aber aus den Motoren des Anti-Atom-Treck. Die Bäuerliche Notgemeinschaft und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg tuckern zusammen mit Umweltverbänden und Initiativen aus dem Wendland in die Hauptstadt, wo am 5. September die große bundesweite Anti-Atom-Demonstration "Mal richtig abschalten" stattfindet. Mehr Infos dazu auf www.ausgestrahlt.de
Text: Wir Klimaretter
Video: Graswurzel.tv

Atomkraftgegner blockierten Tieflader vor Zwischenlager Gorleben /7.08.09

Atomkraftgegner haben in der Nacht zum Freitag, 6.08.09, am Zwischenlager Gorleben einen Tieflader blockiert. Der aus einer Zugmaschine, einem Schwerlastanhänger sowie einem Begleitfahrzeug bestehende Konvoi sei von rund zwei Dutzend Demonstranten gestoppt worden, berichteten Teilnehmer am Freitag. Ein Polizeisprecher bestätigte auf ddp-Anfrage die Protestaktion.


Das blockierte Fahrzeug habe allerdings keinen Atommüll, sondern Prüfgewichte transportiert, hieß es. Nach Angaben der Umweltschützer wurde der Tieflader nicht von der Polizei begleitet. Der Konvoi sei «mit völlig überhöhter Geschwindigkeit» gefahren. Später eintreffende Polizisten hätten gegen drei Demonstranten Platzverweise ausgesprochen. Der Atomkomplex im Wald zwischen den Dörfern Gorleben und Gedelitz besteht aus zwei Zwischenlagern für Atommüll, einer sogenannten Pilotkonditionierungsanlage sowie dem Bergwerk zur Erkundung des Salzstocks.
Bild: Contratom
Quelle: pr-inside

Video: ausgestrahlt /6.08.09

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Komm zur Anti-Atom-Demo am 5.9. in Berlin. Zeigen wir´s den zukünftigen Regierungspolitikern: mit uns sind längere Laufzeiten für AKWs nicht zu machen. Atomkraftwerke abschalten!

Sonntag, 2. August 2009

OnlineSpiel "Atom-Alarm" /30.07.09

Die Gefahren der Atomkraft anschaulich selbst erleben: Mit dem BUND Online- und Iphone-Spiel "Atom-Alarm". Auf geht's: Schütze dein Atomkraftwerk!

Atommüllfässer, Terrorflieger, Temperaturschwankungen
Als fiktiver Betreiber eines AKWs wird man nach Drücken des Start-Knopfes gleich vielfach in Anspruch genommen. Manches erscheint wie Routine - etwa wenn die zunehmende Zahl von gefährlich strahlenden Atommüllfässern entsorgt werden muss. Dabei gilt es, riskante Temperaturschwankungen im Griff zu behalten. Oder es geschieht Unvorhergesehenes, als es zu einem Erdbeben kommt und das alternde AKW Risse im Beton aufweist. Kaum sind die Risse zugeklickt, erscheint ein Attentäterflieger am Horizont und will sich auf den Reaktor stürzen.

Kraftwerksmanagement hoffnungslos überfordert
Eine Million Jahre soll der Spieler die Sicherheit der Atomanlage gewährleisten. Dazu läuft ein Zählwerk rückwärts. Schon nach zehn, zwanzig Jahren - gespielten drei und gefühlten 15 hektischen Minuten - ist das von infernalischen Geräuschen beschallte Kraftwerksmanagement hoffnungslos überfordert. Feuchte Hände, krampfende Finger und eine stetig zunehmende Störfallhäufigkeit lassen ernste Zweifel aufkommen – zunächst an der eigenen Reaktionsfähigkeit und später am Größenwahn, eine so risikobehaftete Technologie und den ewig strahlenden Atommüll über Jahrtausende unter Kontrolle halten zu wollen.

Jetzt spielen: http://www.bund.net/atom-alarm