Sonntag, 13. März 2011

Video: Was passiert während einer Kernschmelze /13.3.11

Ein Videobeitrag des ZDF auf YouTube online

Ein TV-Beitrag des ZDF vom 12. März 11, 3:51min

Die Kernschmelze ist ein extrem gefährlicher Unfall in einem Kernreaktor. Dabei erhitzen sich die Brennstäbe so sehr, dass sie schmelzen. Im ummantelten Brennstab befindet sich der Stoff, der gespalten wird - also Uran oder Plutonium. Zur Kernschmelze kann es etwa kommen, wenn Kühl- und Sicherungssysteme gleichzeitig oder in kurzer Zeit nacheinander ausfallen.

Wenn die gesamte geschmolzene Masse auf den Boden des Behälters sinkt, kann sie sich durch die Wände des Reaktors fressen. Dabei können radioaktive Substanzen nach Außen gelangen. Mit einer Kernschmelze gehen häufig Dampf- und Wasserstoffexplosionen einher.

Video: Besetzung des Salzstock Gorleben Geländes /13.3.11

Protest aus Anlasse der Fukushima-Katastrophe - 13. März 2011
Fotos: www.PubliXviewinG.de


Der atomare GAU in Japan zog am Sonntag rund 500 Atomkraftgegner zum allsonntäglichen Spaziergang rund um das Erkundungsbergwerk. Doch dieses Mal blieb es nicht beim Spaziergang: rund 20 Traktoren und hunderte Demonstranten öffneten die Tore und ließen sich im Schachgelände für einige Zeit nieder.
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Ein Video von Graswurzel-tv bei YouTube

Ein Film von http://www.graswurzel.tv 3.41min
Schnitt: Kina Meyer
Kamera: Kina Meyer

Samstag, 12. März 2011

Anti-Atom-Menschenkette 60.000 Teilnehmer /12.03.11

60.000 Teilnehmer bei der Anti-Atom-Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und Stuttgart

Stuttgart. Heute haben rund 60.000 Teilnehmer eine zirka 45 Kilometer lange  Menschenkette gegen Atomenergie gebildet – vom Atomkraftwerk (AKW) Neckarwestheim bis zur Villa Reitzenstein in Stuttgart. Zu der Aktion hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Campact, Robin Wood sowie die NaturFreunde Deutschlands aufgerufen.  „Die Aktion hat durch die tragischen Ereignisse in Japan leider eine ungeahnte Aktualität erhalten. Viele Menschen in der Kette sind aufgerüttelt und betroffen aufgrund der drohenden AKW-Katastrophe.  Die Menschen in ganz Deutschland, aber vor allem auch in Baden-Württemberg und den angrenzenden Bundesländern, fordern den Atomausstieg“,  sagte die baden-württembergische BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender. Die Veranstalter sehen in der geschlossene Menschenkette ein eindrucksvolles symbolisches Bild für die politische Verbindung zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und dem politischen Machtzentrum im Land: „Diese Aktion ist ein klares Signal für die neue Landesregierung, sich für den raschen Atomausstieg einzusetzen und einen Richtungswechsel in der bundesweiten und baden-württembergischen Energiepolitik einzuläuten“, sagte Dahlbender.

„In Japan hat sich wieder einmal bestätigt, wie unbeherrschbar und gefährlich Atomenergie ist. Deshalb steigt die Empörung über die Atompolitik, weil die Regierung unbeirrt an der Risikotechnologie festhält“, bewertete der Sprecher von .ausgestrahlt Jochen Stay die hohe Beteiligung bei der Menschenkette. „Angela Merkel und Stefan Mappus werden merken: Wer Laufzeiten verlängert, verkürzt seine Regierungszeit.“

„Die heutige Menschenkette ist ein starkes Zeichen für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie“, sagte Uwe Hiksch von den NaturFreunden Deutschlands. „Die Menschen in Baden-Württemberg machen deutlich, dass sie die Energiepolitik der jetzigen Landesregierung abschalten wollen.“ In der nächsten Zeit werde es für die Anti-Atom-Bewegung darum gehen, für die Abschaltung jedes einzelnen Reaktors zu kämpfen. „Wir werden nach der Landtagswahl in Stuttgart die neue Landesregierung massiv unter Druck setzen, damit EnBW alle seine Atomreaktoren abschalten muss. Die Atomkonzerne müssen wissen: Wir werden nicht ruhen und sie zu einer anderen Energiepolitik zwingen“, so Hiksch.

„45 Kilometer Anti-Atom-Kette mit 60.000 Menschen zeigen: Die große Betroffenheit über das Unglück in Japan macht die Menschen nicht sprachlos, sondern bringt sie auf die Straße“, sagte der Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Montagabend werden in zahlreichen Städten in ganz Deutschland Mahnwachen stattfinden, um an die tödlichen Risiken der Atomenergie zu erinnern und um den endgültigen Ausstieg zu fordern.“

Für Rückfragen:
  • Dr. Brigitte Dahlbender, BUND-Landesvorsitzende, Tel. 0171-9341336
  • Jochen Stay, .ausgestrahlt-Sprecher, Tel. 0170-9358759
  • Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, Tel. 0163-5957593
  • Uwe Hiksch, Vorstandsmitglied NaturFreunde Deutschland, Tel. 0176-62015902

Weitere Infos (Ablaufplan, Übersicht Strecke, Karten der Streckenabschnitte) sowie Pressefotos zum Download ab ca. 17 Uhr unter: www.anti-atom-kette.de

Donnerstag, 3. März 2011

Atomkraftgegner sehen Polizei in der Bringepflicht /3.3.11

Folgenden Text als A4 im PDF-Format (12KB) herunterladen. (download)

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841-4684  Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Pressemitteilung 25.02.2011
Castor 2011
Atomkraftgegner sehen Polizei in der Bringepflicht

Der Sozialwissenschaftliche Dienst der Polizeidirektion Hannover lädt die Anti-Atom-Initiativen, die sich maßgeblich beim Castor 2010 im Wendland engagiert haben, zu einem Nachbereitungsgespräch ein. Schließlich steht auch im Jahr 2011 wieder ein Castortransport nach Gorleben auf dem Dienstplan. Allerdings möchte sich weder die Bäuerliche Notgemeinschaft noch die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), aber auch nicht WiderSetzen, X-tausendmal quer oder die Kampagne "Castor? Schottern" mit den Wissenschaftlern der Polizei zusammen oder auseinandersetzen.


"Ausführlich haben wir beraten, ob eine Auswertung des polizeilichen Einsatzes zur Durchsetzung des Castortransportes nach Gorleben zielführend oder sinnvoll ist", sagte die BI-Vorsitzende Kerstin Rudek. Auch wenn hier und da ein besonnenes Polizeiverhalten gegeben war, wie zum Beispiel für die relativ glimpfliche Räumung der Sitzblockade vor dem Zwischenlager, so hätten doch die vielen Negativerfahrungen überwogen. WiderSetzen beispielsweise beklagt die Vielzahl von angewandten Schmerzgriffen sowie die Androhung von körperlicher Gewalt bei der Räumung der Schienenblockade in Harlingen in der Nacht vom 8. auf den 9.11.2010: "Laut UN-Antifolterkonvention ist jede Handlung als Folter zu werten, bei der Träger staatlicher Gewalt einer Person „vorsätzlich starke körperliche oder geistig-seelische Schmerzen oder Leiden“ zufügen oder androhen, um eine Aussage zu erpressen, um einzuschüchtern oder zu bestrafen."

Vor allem der Reizgaseinsatz in der Göhrde, Prügelszenen wie die eines polizeilichen Sanitäters, der mit seinem Rucksack auf Demonstranten einschlug und dabei von seinen Kollegen nicht gehindert wurde, aber auch der Einsatz eines französischen Bereitschaftspolizisten, die "Freiluft-Gesa" – eine Gefangenensammelstelle unter offenem Himmel bei Minustemperaturen - sowie mutwillig beschädigte Traktoren hätten dazu beigetragen, dass sich in der Runde der Protestler niemand für eine Auswertung bereit fand: "Wir sehen die Polizei in der Bringepflicht, haben deshalb unsere Negativerfahrungen gut recherchiert und übersenden diese dem Sozialwissenschaftlichen Dienst."

Aus der Mitteilung der Niedersächsischen Landesregierung von Mitte November zum Auftreten internationaler Polizeikräfte beim Castor-Transport gehe zudem die Mitarbeit des SWD im Programm „Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe“ (GODIAC) hervor. Weder die deutschen noch die europäischen Projektbeteiligten hätten den Start dieses Programms und dessen Feldforschungstätigkeit beim Castor-Transport vorher bekannt gegeben. Die unterzeichnenden Initiativen lehnen es ab, als "unfreiwillige Objekte internationaler polizeilicher Untersuchungen herzuhalten".

Zielführend sei vielmehr, ergänzt die BI, die Gespräche mit der Gewerkschaft der Polizei fortzusetzen, denn die Gewerkschafter hätten für die politischen Ziele des Widerstands Verständnis geäußert, letztlich sei der Gorleben-Konflikt nicht polizeilich, sondern politisch zu lösen.

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06



Der Brief an den SWD wurde von folgenden Gruppen und Initiativen unterzeichnet:

  • Bäuerliche Notgemeinschaft
  • Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
  • WiderSetzen
  • X- tausendmal quer
  • widerStandsNest Metzingen
  • Ermittlungsausschuss Wendland, Kampagne Castor? Schottern!

Sonntag, 20. Februar 2011

Video: Scheindialog? Bundesumweltminister Röttgen besucht das Wendland /14.02.11

Text und Film von Graswurzel.tv

Graswurzel.tv 5.14min, Schnitt: Kina Meyer Kamera: Kina Meyer Jan Becker

14.02.2011 Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) besuchte am Montag die wendländische Kreistagssitzung in Hitzacker. Dort versuchte er weiter für seinen angeblich offenen Endlager-Dialog zu werben. Die sogenannte Gruppe X (SPD, FDP, UWG, GLW, Bündnisgrüne) hatte das Angebot allerdings bereits im Vorfeld ausgeschlagen. Neben 100 Schleppern der bäuerlichen Notgemeinschaft äusserten auch etwa 500 Atomkraftgegener ihren Unmut über die derzeitige Atompolitik der schwarz/gelben Bundesregierung.

Fotos des Besuches unter PubliXviewinG