Samstag, 24. April 2010

Video: KETTENreAKTION 120km Tagesschau /24.4.10

Ein Ausschnitt der Tagesschau bei YouTube

Zwischen den Atomreaktorstandorten Brunsbüttel und Krümmel bildeten etwa 120 000 Menschen eine etwa 120 Kilometer lange Menschenkette, um gegen die Pläne der Bundesregierung für verlängerte Laufzeiten von Kernkraftwerken zu protestieren. Wie die Veranstalter mitteilten, wurde die Kette pünktlich um 14.30 Uhr geschlossen.

Schon am Morgen hatten sich Teilnehmer der Menschenkette in drei Sonderzügen und etwa 240 Bussen aus dem gesamten Bundesgebiet auf den Weg in den Norden gemacht. In Geesthacht sammelten sich mehrere Hundert Atomkraftgegner aus dem Wendland, die mit Traktoren und Fahrrädern aus Niedersachsen über die Elbe zum Meiler Krümmel gekommen waren. Am Mittag wurden die Demonstranten auf Sammelpunkte verteilt, um so die ganze Strecke zwischen den beiden Reaktorstandorten abzudecken. Nach Polizeiangaben verlief die Großdemonstration friedlich, es kam allerdings zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Nach dem Zusammenschluss fanden auf insgesamt sieben Bühnen entlang der Strecke Kundgebungen und Konzerte statt. So trat unter anderem der Sänger Jan Delay in Brunsbüttel auf.

Weitere große Anti-Atomkraft-Aktionen gab es auch am Kernkraftwerk Biblis in Hessen und vor dem Atommüllzwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus. Bundesweit beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter rund 146.000 Menschen.
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Im folgenden möchten wir auf einige Links verweisen. Hinter diesen Links verbergen sich Fotos und Videos, von Beginn der Verabschiedung des Krümmel-Trecks in Gorleben, bis hin zur Menschenkette am 24.4.10.

Klicken Sie auf den jeweiligen Link und die entsprechende Seite baut sich in einem neuen Fenster auf.

Fotos


Videos



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Weitere Linksammlungen im Netz


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Donnerstag, 22. April 2010

Fotos: Anti - Atom - Treck in Gorleben gestartet /21.4.10

PubliXviewinG: Anti - Atom - Treck in Gorleben gestartet
Die Bilder können honorarfrei verwendet werden. Belegexemplar oder Angabe des Links erbeten. Bitte verwenden Sie als Copyrightvermerk den in den IPTC-Daten genannten Namen. Für Texte verwenden Sie bitte das Agenturkürzel pxv

Am heutigen Mittwochmittag ist der Anti-Atom-Treck 2010 an den Gorlebener Atomanlagen verabschiedet worden: 24 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl fahren Atomkraftgegner aus ganz Norddeutschland aus Protest gegen ein mögliches Endlager im Wendland und den Weiterbetrieb der Atomanlagen zum Atomkraftwerk Krümmel (20 Gespanne aus Trecker, LKW, Anhängern und etlichen Radfahrern). Der Treck endet am 24.April vor den Toren des Pannen-Reaktors, dort findet eine große Kundgebung statt.

Die “Rote Karte” für schwarz-gelbe Atomkraftfans und Konzernvertreter fordert Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg: “Schluss mit der Atomkraft, freie Fahrt für die Regenerativen und Schluss mit Gorleben! In der Auseinandersetzung um die Atomkraft werden die außerparlamentarischen Initiativen tonangebend bleiben, die Wende in der Energiepolitik kommt aus dem Wendland.”

Kerstin Rudek, BI-Vorsitzende ergänzt: “Die Bevölkerung verlässt sich nicht darauf, dass in der Regierung schon die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Augenscheinlich werden politisch bequeme und billige Lösungen bevorzugt, auch in der Frage der Atommülllagerung. Wir kämpfen für eine lebenswerte Zukunft. Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!”

“Atomkraft ist keine Brücke sondern ein riskanter Drahtseilakt, bei dem das Risiko die Bevölkerung trägt und die Atomkonzerne den Profit einstreichen. Der wachsende Widerstand zeigt, dass diese lobbygesteuerte Atompolitik von Umweltminister Röttgen von den Menschen nicht akzeptiert wird. Die Proteste der kommenden Tage werden mit Sicherheit erst der Anfang sein,” sagte Tobias Riedl, Atomexperte bei Greenpeace. Die Bundesregierung will den bestehenden Atomausstieg aufkündigen und die Laufzeiten der Reaktoren bis zu 60 Jahre ausdehnen.

“Wer aus Tschernobyl gelernt hat, der verhindert die geplante Laufzeitverlängerung für alte AKW. Wir fordern 24 Jahre nach dem Super-GAU mit unserem Protest-Treck die Stilllegung aller Atomkraftwerke”, so Jan Becker von der Anti-Atom-Organisation contratom.

Auf der Treck-Route, die über Dannenberg, Uelzen, Lüneburg und die Elbmarsch wurden Kundgebungen, Konzerte und Camps organisiert. “Es werden Familien, Bauern, Künstler teilnehmen und mit uns gemeinsam ein Zeichen gegen Atomkraft setzen.” Am 24.4. beginnt am AKW Krümmel die “KettenReAktion”, 120km Protest über Hamburg, Brokdorf bis nach Brunsbüttel.

http://www.kruemmel-treck.de

Wolfgang Ehmke, BI Lüchow-Dannenberg, Tel. 0170 - 510 56 06
Kerstin Rudek, BI Lüchow-Dannenberg, Tel. 0160 - 159 24 73
Tobias Riedl, Greenpeace, Tel. 0171 - 88 91 096
Jan Becker, contratom, Tel. 0160 - 80 29 185

Text: http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Dienstag, 20. April 2010

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort 24.4.10 Menschenkette

Lieber Leser,
eine Menschenkette ist eine ganz besondere Demonstrationsform. Für 120 Kilometer Ketten-Feeling zwischen den AKWs Krümmel und Brunsbüttel braucht es am kommenden Samstag zwei Zutaten: Zunächst natürlich zehntausende Menschen, die gegen Atomkraft protestieren. Aber diese müssen sich auch halbwegs gleichmäßig über die Strecke verteilen, damit sich nicht in Hamburg alles knäult.

Deshalb unsere Bitte: Fahren Sie am Samstag zur Aktions- und Menschenkette nicht ins Blaue hinein! Kommen Sie zum Streckenabschnitt am AKW Krümmel östlich von Hamburg, der Ihrer Region zugeordnet ist. Wie Sie dort hin kommen? Buchen Sie jetzt noch ein Bus-Ticket - und der Bus bringt Sie dorthin.

> Buchen Sie jetzt Ihr Bus-Ticket!
> http://www.campact.de/atom2/kette/busse

Alternativ können Sie natürlich auch individuell anreisen - was möglicherweise bei überfüllten Zügen und vollen Straßen weniger angenehm sein könnte. Dann studieren Sie bitte vorher genau die Streckenkarte am AKW Krümmel und unsere "Sieben Goldenen Anreise-Hinweise"!

> Anreise-Hinweise anschauen...
> http://www.campact.de/atom2/kette/goldeneregeln

> Streckenabschnittskarte - auf Abschnitt Krümmel klicken...
> http://www.anti-atom-kette.de/strecke.html

Der Wetterbericht sagt gutes Wetter fürs Wochenende voraus. Laden Sie also noch ein paar Freunde oder Bekannte per Mail ein, mit Ihnen einen politischen Samstags-Ausflug an die Elbe zu unternehmen. Lust auf 120 Kilometer Ketten-Feeling macht sicherlich unser Kurzfilm zur Menschenkette - in dem Sie die Hauptrolle spielen.

> Schauen Sie den Kurzfilm mit Ihnen in der Hauptrolle - und leiten Sie ihn an Freunde weiter!
> http://younuke.de/

In Vorfreude auf ein mächtiges Signal an Regierung und Atomkonzerne für den Atomausstieg und eine zukunftsfähige Energiepolitik.

Christoph Bautz, http://www.campact.de

Dienstag, 13. April 2010

Greenpeace: Geheime Akten über Gorleben /13.4.10

Geheime Akten über Gorleben
Eine geologische Eignung des Zwischenlagers Gorleben wurde nie festgestellt. Trotzdem soll der Ort im Wendland möglicherweise als Endlager für Deutschlands radioaktiven Abfall herhalten. Alles deutet darauf hin, dass politisches Kalkül und nicht wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse der ausschlaggebende Faktor war, diesen Standort festzulegen. Greenpeace stellt jetzt eine umfangreiche Datenbank mit Regierungsakten ins Netz, die den Verdacht auf "frisierte Akten, geschönte Gutachten und handfesten politischen Druck", wie es die Opposition nennt, erhärtet.

Zur Datenbank mit Regierungsakten bei Greenpeace.de

Ein Blick in die Originalakten der Niedersächsischen Staatskanzlei und des Niedersächsischen Umweltministeriums von 1974-76 belegen, dass es nie ein wissenschaftliches Auswahlverfahren mit dem Salzstock Gorleben als bestem Ergebnis gegeben hat. Im Gegenteil. Der kleine Ort im Wendland wurde bei der Prüfung verschiedener Standorte des KEWA-Verfahrens mit keinem Wort erwähnt.

Die drei Standorte in Niedersachsen sind laut der Akte die Orte Börger im Landkreis Aschaffenburg-Hümmling, Ahlden in Fallingbostel und Weesen-Lutterloh in Celle. "Aufgrund der von der KEWA überprüften Standortvoraussetzungen ergibt sich aus der Sicht des Projektträgers folgende Rangfolge: Börger, Weesen-Lutterloh, Ahlden", heißt es in dem Dokument. Trotzdem wird Gorleben in Dannenberg am 22. Februar 1977, nach wenigen Wochen, zum passenden Ort für nukleare Abfälle bestimmt.
Zweifelhaftes Auswahlverfahren

Der damalige Ministerpräsident Niedersachsens, Ernst Albrecht, setzt alle Hebel in Bewegung, dass aus Gorleben schnellstmöglich der perfekte Standort wird. Andere Standorte fallen unter den Tisch und Alternativen werden gar nicht erst geprüft. Aus vier vorgeschlagenen Standorten werden plötzlich zwei. Gorleben ist natürlich dabei.

Rasch wird die Arbeitsgruppe "Entsorgungszentrum" veranlasst, eine Kabinettsvorlage zu erarbeiten. Darin sollen einige Standorte, auch Gorleben, gegenübergestellt werden. "Die für die Gegenüberstellung erforderliche Vorprüfung soll steng vertraulich und interministeriell ohne Hinzuziehung nachgeordneter Dienststellen und der Kommunen durchgeführt werden", lautet der IMAK-Auftrag. Interessant sind auch die Auswahlkriterien der Beschaffenheit eines Lagers. Reaktorsicherheit und Strahlenschutz machen 31 Prozent aus. Endlagergeologie gerade einmal schlappe 12,8 Prozent.

Das deutet auf andere Motive hin, als ein geologisches Lager zu finden, dass für eine längere Dauer geschaffen ist oder gar als Endlager dient. Wahrscheinlicher ist, dass der Atommüll in Gorleben landen soll, weil keiner ihn haben wollte. In einem Auszug der Akten vom 18. Februar 1976 äußert CDU-Bezirksvorsitzender des Emslands, Walter Remmers, Bedenken und fordert den Verzicht auf den Standort Wahn/Hümmling. Er sei der Auffassung, dass der angesprochene strukturpolitische Nutzen nur vorübergehend eintrete und fragt, "was aus dem Hümmling werden soll wenn die ganze Gegend verseucht ist".
Ein Standort mit wenig Widerstand

Der strukturpolitische Nutzen ist wohl der Knackpunkt gewesen, um Gorleben überhaupt in Betracht zu ziehen. Der Ort liegt nah an der früheren Grenze zur DDR, war damals wenig besiedelt, angeblich karg an Widerstand aus der Bevölkerung und es gab kaum Arbeitsplätze. Vielleicht wogen diese Kriterien schwerer als die geologische Eignung. "Geologische Kriterien für ein Endlager im Salzstock spielten in allen Studien eine untergeordnete Rolle", sagt Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler.

Seit 10 Jahren liegen Erkundungsversuche, einen Salzstock in Gorleben als Endlager zu nutzen, auf Eis. Der damalige Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) erwirkte 2000 ein Moratorium von 10 Jahren. Gorleben durfte nicht weiter untersucht werden. Pünktlich nach Ablauf dieser Frist will der regierende Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) das Moratorium aufkündigen und den Salzstock auf Endlagerqualitäten erkunden.

Erfahrungen mit dem Lager in Asse zeigen, dass ein Salzstock keine gute Idee für die Lagerung der strahlenden Brennstäbe ist. Die aggressive Lauge, die in sogenannten Laugennestern in Salzstöcken vorkommt, greift die Atommüllbehälter an. Wenn die Radionuklide austreten, gelangen sie ins Grundwasser. Im Falle Gorlebens wurden Wassereinlagerungen im Salzstock verschwiegen, die zum Ausschluss des Standortes hätten führen müssen.

Die SPD, die Linken und die Grünen initiierten einen Untersuchungsausschuss. Ab dem 22. April wird die Erkundung Gorlebens als Endlager vom Bundestag geprüft. Die geheimen Akten von Greenpeace werden auch zu einem realitätsnahen Bild beitragen, für das es höchste Zeit ist. Es muss endlich Licht ins Dunkel des Salzstocks gebracht werden, um die Risiken eines Endlagers für Mensch und Natur abschätzen zu können.
Quelle: Greenpeace.de

Sonntag, 11. April 2010

Rund 8000 Atomkraftgegner demonstrieren in 53 Städten gegen die Atomkraft /10.4.10

Pressemitteilung von Campact e.V.
Bundesweiter Aktionstag heute (10.4.10) :

Rund 8000 Atomkraftgegner demonstrieren in 53 Städten gegen die Atomkraft

Auftakt-Menschenkette

Menschenketten in 53 Städten/ Protest gegen längere AKW-Laufzeiten/ Aktionen sollen für die große Menschenkette zwischen den AKW Krümmel und Brunsbüttel am 24. April mobilisieren.

Berlin, 10.04.10. Mit Menschenketten in 53 Städten haben heute rund 8000 Atomkraftgegner bundesweit gegen die Pläne der Bundesregierung demonstriert, die Laufzeiten der Atomkraftwerke auf bis zu 60 Jahre zu verlängern. In Berlin bildeten über 2000 Atomkraftgegner eine 1,2 Kilometer lange Menschenkette zwischen der Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall und der Berliner Niederlassung des RWE-Konzerns. Auf dem Münchner Marienplatz beteiligten sich über 700 Menschen an einer Menschenkette zwischen zwei Atomkraftwerken aus Pappe, in der Spitaler Straße in Hamburg über 500. In Würzburg und Braunschweig beteiligten sich jeweils über 400 Menschen an der Aktion, in Kassel über 300,

in Hildesheim und Lüneburg jeweils rund 250 und in Nürnberg 200. In zahlreichen weiteren Orten beteiligten sich jeweils zwischen 25 und 200 Menschen an den Aktionen.

Auftakt-Menschenkette

"Insgesamt haben sich bundesweit die rund 8000 Menschen beteiligt", erklärte der Geschäftsführer des Kampagnen-Netzwerkes Campact, Christoph Bautz. "Das ist ein großartiger Auftakt für die große Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel am 24. April." Mit der 120 Kilometer langen Menschenkette durch Hamburg und Norddeutschland will ein Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen, Umweltverbänden, Gewerkschaften und Parteien am 24. April die Bundesregierung auffordern, den beschlossenen Atomausstieg nicht aufzukündigen. Für die Fahrt zur Großaktion wurden bei den Auftaktaktionen zahlreiche Bustickets verkauft.

"Die Proteste zeigen, wie auch alle Meinungsumfragen, dass die große Mehrheit der Bürger die Aufkündigung des Atomausstieges ablehnt", sagte Bautz."Die Menschen wollen raus aus einer Technologie, die ein verheerendes Unfallrisiko birgt, den Ausbau Erneuerbarer Energien blockiert und Tausenden Generationen tödlichen Atommüll aufbürdet."

In der 20.00 Uhr-Tagesschau und in den Tagesthemen lief ein Beitrag zum Aktionstag.
Fotos + Quelle: http://www.campact.de